Ein neuer Altar schmückt den Innenraum der Immichenhainer Klosterkirche

Tisch für die Gemeinde

Ensemble: In seiner modernen Schlichtheit fügt sich der neue Altar ansprechend in die Immichenhainer Klosterkirche ein. Pfarrer Andreas Fink hielt dort bereits Gottesdienste. Foto:  Schittelkopp

Immichenhain. Ein neuer Altar schmückt die Klosterkirche in Immichenhain. Der alte Steinaltar ist einer modernen Version aus Holz und Kupfer gewichen. Pfarrer Andreas Fink zeigt sich zufrieden: „Der Kirchenvorstand und ich finden die Lösung toll.“

Von dem ursprünglichen Altar ist nur noch die historische Bodenplatte übrig geblieben, sie erinnert an den alten Standort. Der neue wurde weiter zur Gemeinde hin aufgestellt – die Form erinnert nun stärker an einen Tisch. Dort kann nun die Gemeinde zusammenkommen wie es der christlichen Tradition entspricht.

Massives Holz und Kupfer

Das Altarensemble besteht aus einem Altarkreuz mit passenden Leuchtern. Die Materialien beschränken sich auf Eichenholz und brüniertes Kupfer. Der Metallkünstler Michael Possinger aus Guxhagen fertigte das schlichte Altarkreuz und die Leuchter. Der Entwurf für den Altar stammt von Kirchenbaudirektor Michael Fede, eine Schreinerei aus Nausis führte die Arbeit aus. Der 300-Kilo-Altar lässt sich mit viel Manneskraft versetzen, so ist der Kirchenraum für Veranstaltungen besser zu nutzen, erklärt der Pfarrer.

Das Ziel sei nach der Kirchenrenovierung 2007 gewesen, dass der Altarraum aufgeräumter und einheitlicher wirkt. Das sei erreicht worden, so der Pfarrer. Die Kosten für die Neugestaltung belaufen sich auf 6600 Euro, finanziert über Spenden, den freiwilligen Gemeindebeitrag sowie das Vermächtnis eines Immichenhainers.

Jedoch ist die Umgestaltung noch nicht komplett abgeschlossen. So sollen noch ein Osterkerzenhalter sowie eine Halterung für den Taufstein in Auftrag gegeben werden. Doch das Geld dafür ist noch nicht da. Pfarrer Fink bittet also weiterhin um Spenden, auch den freiwilligen Gemeindebeitrag. Die derzeitige Lösung war im Dialog mit der Gemeinde gefunden worden. Eine Jury aus dem Kirchenvorstand und Vertretern der Landeskirche hatte zunächst eine andere Gestaltung vorgeschlagen. Vor zwei Jahren hatte der Künstler Possinger ein Modell seines Entwurf in der Klosterkirche aufgebaut. Die Idee, den Steinaltar mit einer Stahlplatte zu überziehen, stieß jedoch in der Gemeinde auf Ablehnung – zu dunkel, zu unpassend lautete damals das Urteil der Immichenhainer. Ein neuer Vorschlag musste her.

Fink gab Fragebögen an die Gemeindemitglieder aus, so entstand die Idee des Holzaltars mit schlichten, klaren Strukturen, die nun umgesetzt wurde.

Anfang des Jahres fiel die Entscheidung. „Der neue Altar ist nun eine radikalere Lösung als die erste“, sagt Fink, weil der Steinaltar gänzlich verschwunden ist.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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