70. Todestag

Gymnasiasten  gedenken Geschwister Scholl

Melsungen. Flugblätter hängen an den Wänden in der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen. Im Eingangsbereich stehen vor einem schwarzen Vorhang zwei Fotografien. Sie zeigen Sophie Scholl und ihren Bruder Hans Scholl. Das Oberstufengymnasium steht heute ganz im Zeichen ihrer Namensgeber.

Die Geschwister Scholl wurden vor 70 Jahren - am 22. Februar 1943 - in München zum Tode verurteilt und hingerichtet, weil sie während der Zeit des Nationalsozialimus regimekritische Flugblätter verteilten.

Organisiert haben die Aktion zum Gedenken an die Geschwister Scholl die Schülerinnen Sarah Schnaudt, Lisa Wollitzer und Svenja Ubl. Sie belegen den Leistungskurs Geschichte. Die Geschwister Scholl sind für die drei mehr als nur Unterrichtsstoff. "Der Mut, den die Geschwister Scholl bewiesen haben, ist bewundernswert", findet Svenja Ubl. Und so sind Sophie und Hans Scholl für die Schülerinnen auch ein Vorbild in Sachen Zivilcourage.

"Das waren junge Studenten, die die Initiative ergriffen haben", sagt Sarah Schnaudt. Ganz im Zeichen der Geschwister Scholl verteilten die drei Abiturientinnen heute über 100 Exemplare von Flugblättern der Widerstandsgruppe Weiße Rose in dem Schulgebäude.

"Mit der Aktion wollen wir Mut machen, Zivilcourage zu zeigen", sagt Svenja Ubl. Deshalb steht der Todestag der Geschwister Scholl unter dem Motto "Je mehr Menschen Zivilcourage zeigen, desto weniger Helden braucht ein Land". Mit dem Zitat der italienischen Journalistin Franca Magnani wollen Sarah Schnaudt, Lisa Wollitzer und Svenja Ubl ihre Mitschüler zum Nachdenken bringen. "Die Geschwister Scholl sollen den ganzen Tag präsent sein", sagt Lisa Wollitzer.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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