Wieder keine Rettungsgasse für die Einsatzkräfte

Tödlicher Unfall auf der A7 bei Guxhagen - Defekt war Auslöser

Guxhagen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 7 kam am Samstagmorgen der Fahrer eines Klein-LKW zwischen der Anschlussstelle Guxhagen und dem Südkreuz Kassel ums Leben.

Wie die Polizei am Samstagabend mitteilte, fuhr der Fahrer gegen 5.30 Uhr auf einen langsam fahrenden Sattelzug auf. Bei dem Aufprall wurde ein großes Maschinenteil, welches auf der Ladeplattform des Kleinlastwagens gestanden hatte, aus der Halterung gerissen und durchschlug die Trennwand zur Fahrerkabine.

Aktualisiert um 17.54 Uhr.

Der 29-jährige Fahrer wurde bei dem Aufprall auf den vor ihm fahrenden LKW in seinem Führerhaus schwer eingeklemmt. Zudem hatte sich die Ladung von hinten in sein Fahrzeug gebohrt. Er konnte von der Feuerwehr nur mit schwerem Bergungsgerät befreit werden. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Der Sattelzug befuhr zur Unfallzeit die Autobahn 7 aus Richtung Fulda kommend in Richtung Kassel. In Höhe der Zufahrt zur A 44 kam der Sattelzug auf den rechten der drei Fahrstreifen in dem Steigungsbereich nur sehr langsam voran. Als Grund für seine langsame Fahrt gab der bulgarische Fahrer des Sattelzuges einen technischen Defekt an. Laut Polizei sagte der 52-Jährige aus, dass seine Motorkontrollleuchte aufgeleuchtet und sich seine Fahrt deshalb auf 20 km/h verlangsamt habe.

Tödlicher Unfall auf der A7 bei Guxhagen

Durch den Unfall musste die Autobahn ab der Anschlussstelle Guxhagen für über zwei Stunden voll gesperrt werden. Erst ab 8.30 Uhr konnte der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden, seit etwa 10.15 Uhr sind wieder alle Spuren frei. Während der Vollsperrung wurde der Verkauf auf der Autobahn ab Guxhagen abgeleitet. Es kam zu über fünf Kilometer langen Staus.

Feuerwehrleute und Rettungskräfte beklagten erneut, dass wieder keine Rettungsgasse für die Einsatzfahrzeuge frei gemacht wurde. LKWs versperrten alle drei Fahrspuren, zudem waren viele Wagen nicht an die äußerste linke Fahrbahnseite gefahren und ragten in die Fahrbahnen, sodass die Einsatzfahrzeuge nicht durchkamen.

Zur Ermittlung der Unfallursache wurde ein Gutachter beauftragt.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Wenderoth

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