Der Schlesier Richard Böhm arbeitete nach dem Krieg in Treysa

Töpfer vertrat Kollegen

Hält sie in Ehren: Maria Simm mit ihrer Schüssel, auf dem rechten Foto ein Stück von Richard Böhm, der in Treysa arbeitete. Foto: aqu

Schwalm. Über ihre für Lumpen erlöste Rührschüssel berichtete uns Maria Simm. Über Jahrzehnte begleitete das irdene Stück ihr Leben als Hausfrau in Großropperhausen.

Jetzt ergänzt unsere Leserin Monika Dörrbecker (Treysa) den Beitrag mit dieser Information: „Schüsseln dieser Art wurden von Richard Böhm, einem schlesischen Töpfermeister, getöpfert. Böhm hatte nach dem Krieg von 1952 bis 1957 die Töpferei Dörrbecker gepachtet, da der Töpfer Lorenz Dörrbecker als noch vermisst galt. Diese alte Schüsseln und noch andere Erzeugnisse aus seiner Zeit als Pächter sind in der kleinen Sammlung Dörrbecker erhalten.“

Maria Simm hatte ihre Schüssel 1957 von einer Lumpensammlerin aus Maden bekommen. Statt Geld erhielten die Leute, die ausgediente Gewebe abgaben, üblicherweise Nützliches für die Küche: Geschirr, Töpfe oder eben Schüsseln.

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Quelle: HNA

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