Brutstorch aus Wabern ist gestorben – Seit 2007 jedes Jahr in der Gemeinde

Tot: Felix kollidierte mit Auto

Spaziergang im Garten: Felix aufgenommen vor zwei Jahren bei Ulrike und Dieter Mose in Wabern. Foto: privat/nh

Wabern. Storch Felix ist tot. Er wurde am Montagnachmittag leblos an der A 49 bei Wabern gefunden. Vermutlich kollidierte er mit einem Auto. Ein Bein des Tieres war gebrochen und er muss schwere innere Verletzungen davon getragen haben.

Felix war den Waberner Storchfreunden sehr ans Herz gewachsen und auch der HNA-Leserschaft wohlbekannt. Immer wieder wurde von Felix und seinen Bruterfolgen berichtet. „Wir Waberner haben ein besonders inniges Verhältnis zu unseren Störchen und waren Jahr für Jahr froh, dass sie immer wieder aus dem afrikanischen Winterquartier nach Wabern zurückgekehrt sind“, sagt Ulrike Mose. Deshalb stellten sie auch Schilder mit dem Hinweis „Vorsicht, tief fliegende Störche auf“.

Auf dem Firmengelände der Schreinerei Mose nistete Felix seit 2007. Eine Chronologie: • Damals landete er erstmals in der Gemeinde und bezog sein Sommerquartier. „Mit der Storchendame Jule zog er ein Junges groß“, berichtet Ulrike Mose. Es wurde Krümel I getauft. • Im darauffolgenden Jahr kam Felix etwas verspätet aus dem Süden zurück. Storchendame Jule hatte sich kurz vor seiner Ankunft einen neuen Partner“ gesucht und zog mit diesem auf den Ederhorst.

Felix wartete und wartete. Und tatsächlich: Luna zog zu ihm ins Nest und sie bekamen ein Junges: Krümel II. • Im Jahr 2009 gesellte sich Pauline zu Felix ins Nest auf den Schornstein der Schreinerei Mose. Mit ihr gelang es die beiden Jungstörche Max und Moritz großzuziehen. • 2010 war ein trauriges Jahr für Felix: Als er aus dem Süden in Wabern eintraf, musste er feststellen, dass sich seine Pauline mit dem Neustorch Paul auf dem Schreinereischornstein niedergelassen hatten. Nach tagelangen Auseinandersetzungen und nächtlichen Storchenkämpfen gab Felix auf und erkämpfte sich den 200 Meter entfernten Spänebunker der Firma Blecher. Dort fand Felix seine Feline. Nachwuchs war beiden leider nicht vergönnt.

In diesem Jahr nun schien alles rosig: Felix und Feline nisteten erneut auf dem Spänebunker und bekamen zwei Storchenjunge. Felix erlebte gerade noch, wie diese das Fliegen lernten. (ddd)

Quelle: HNA

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