18-Jähriger gab zu, die Melsungerin mit Strom getötet zu haben

Mara P.: Exfreund gesteht Tötung

Melsungen. Der Fall Mara P. ist aufgeklärt. Wie die Staatsanwaltschaft Kassel mitteilte, hat der Exfreund der 19-Jährigen gestanden, einen Heizlüfter ins Wasser geworfen zu haben, während die junge Frau badete. Grund für die Tat sei ein Streit gewesen.

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Die Leiche der 19-Jährigen war im August in ihrer Melsunger Wohnung entdeckt worden. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau bereits drei Monate tot. So lange hatte die Tote in der Badewanne gelegen. Laut Polizei waren dem Wasser Reinigungsmittel zugegeben worden – vermutlich, um den Verwesungsgeruch zu überdecken.

Auf die Spur des Exfreundes kam die Polizei schnell. Bereits kurze Zeit nach dem Auffinden der Leiche wurde der 18-Jährige festgenommen, weil er sich per Internet am Bankkonto von Mara P. bedient hatte. Zudem hatten Zeugen den Mann mehrfach in der Nähe der Wohnung gesehen, als Mara P. bereits tot war. Seitdem sitzt der 18-Jährige in Untersuchungshaft.

Mara P.

Bei den ersten Vernehmungen beteuerte der Verdächtige noch, er habe nichts mit dem Tod der 19-Jährigen zu tun. Er sei zwar in der Wohnung von Mara P. gewesen, habe sie jedoch schon tot aufgefunden. Aus Furcht, man würde ihm nicht glauben, habe er zunächst geschwiegen.

Nach dem Geständnis des 18-Jährigen werde das Ermittlungsverfahren bald abgeschlossen, sagte Hans Manfred Jung, Sprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft.

Zu einer möglichen Anklage wollte er sich jedoch nicht äußern. (fil)

Quelle: HNA

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