SPD-Landesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel streichelte die Seele der Partei

An die Tradition anknüpfen

Kämpferisch: Thorsten Schäfer-Gümbel, Landesvorsitzender der SPD, schwor die Genossen in Obermöllrich auf das Wahljahr ein. Foto: Schmitt

Schwalm-Eder. Mit einer kämpferischen Rede läutete am Freitagabend der SPD-Landesvorsitzende, Thorsten Schäfer-Gümbel, im Bürgerhaus in Obermöllrich den Wahlkampf ein.

Dabei machte er den 150 Besuchern klar, dass es eine Chance für eine andere Politik gebe, doch dazu müsse die Partei zusammenstehen.

Das Jahr 2013 könnte das Jahr der SPD werden, sagte Schäfer-Gümbel. Nicht nur wegen der Wahlen, sondern auch wegen des 150-jährigen Bestehens der SPD und des großen Hessenplans, den Georg August Zinn vor einem halben Jahrhundert verkündete und in die Tat umsetzte. Diese beiden Jubiläen bildeten die Klammer für die Rede des Parteivorsitzenden. Dabei appellierte er an den Kampfgeist der SPD-Mitglieder, sich für eine andere Politik einzusetzen. Sprach mit Verweis auf die Tradition und die von der Partei vertretenen Werte die Herzen der Genossen an.

Eine echte Mannschaft

Vor fünf Jahren sei die Partei zerrissen und zerstritten gewesen, sei als Gurkentruppe verlacht worden. Doch das verlorene Vertrauen sei wiedergewonnen und aus den widerstrebenden Gruppen habe sich eine schlagkräftige Mannschaft geformt. Dabei gehe es bei den Wahlen im Herbst nicht alleine um die Übernahme der Regierung, sondern darum, das „Leben in Hessen unter Gesichtspunkten der SPD zu gestalten“. Für Schäfer-Gümbel zählt dazu, dass „Menschen von ihrem Lohn auch leben können“. Ein Mindestlohn von 8,50 Euro sei da nur der erste Schritt.

Ein Schwerpunkt der Hessen-SPD läge in der Bildung und Ausbildung junger Menschen. Als Skandal bezeichnete der Landesvorsitzende, dass die soziale Herkunft immer noch ausschlaggebend bei der Bildung sei. In diesem Zusammenhang versprach er, bei einer Regierungsübernahme das Kinderfördergesetz durch ein neues zu ersetzen.

Viele Menschen in Hessen seien ohne Hoffnung und Perspektiven. Dem setze Schäfer-Gümbel Ehrlichkeit und den Willen zur politischen Gestaltung entgegen. Die Wahl im Herbst sei deshalb eine Richtungswahl, die Grundausrichtung des Lebens und der Politik neu zu ordnen. Er wolle das Land verändern und neu gestalten. Der Slogan dazu sei alt, aber immer noch richtig: „Gerechtigkeit macht stark, nicht nur einige, sondern viele.“ So gesehen könnte 2013 das Jahr der Sozialdemokraten werden.

Quelle: HNA

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