Ausstellung in der Stadtsparkasse Schwalmstadt: Johannes Hainmüller zeigt eine Auswahl von Fotografien

Ein Mix aus Tradition und Technik

Entdeckt seine Umgebung durch den Sucher: Der 22-jährige Johannes Hainmüller stellt Aufnahmen in der Bank aus. Foto: Rose

treysa. Fotografie ist die große Leidenschaft des 22-jährigen Johannes Hainmüller aus Treysa. Seit zehn Jahren entdeckt der junge Mann seine Umgebung durch den Sucher einer Kamera. In den kommenden vier Wochen stellt Hainmüller eine Auswahl der Fotos in der Schalterhalle der Stadtsparkasse Schwalmstadt aus.

Die Freude an der Fotografie wurde durch Vater Dieter Hainmüller geweckt. „Ich durfte schon früh alles mögliche knipsen“, erzählt der 22-Jährige. Die ersten zaghaften Versuche habe er mit einer Minox gemacht. Bekannt wurde diese Kamera durch diverse Spionagefilme, unter anderem James Bond.

2001 bekam Johannes Hainmüller eine Minolta X700 geschenkt: „Seitdem fotografiere ich alles, was mir vor die Linse kommt.“

2007 begann der junge Mann damit, seine Bilder im eigenen Fotolabor zu entwickeln. Seit drei Jahren stets mit im Gepäck ist zusätzlich die Rollei 35 des Vaters. Egal ob in der Schwalm oder im Ausland – „die Knipse“, wie Hainmüller sie scherzhaft nennt, ist immer dabei. „Ich versuche, den Spagat zwischen althergebrachter Technik und neuer Digitaltechnik zu kombinieren“, erläutert er. Er fotografiere fast ausschließlich analog, entwickele den Film selbst, lasse ihn dann aber professionell digitalisieren. Für Papierabzüge benutzt der Treysaer altes Barytpapier. Ein gut behandelter Abzug hält, richtig gelagert, zwischen 300 und 500 Jahre. Heute sind koventionelle Papiere kunststoffbeschichtet und wesentlich kurzlebiger.

Durch die Analogfotografie sei die Versuchung, die Fotos zu bearbeiten, sehr gering, sagt Hainmüller. „Es ist mir wichtig, die Bilder so zu entwickeln, wie ich sie gesehen habe.“ Doch auch der digitalen Technik verschließt sich der 22-Jährige, der im Westerwald gerade eine Ausbildung zum Goldschmied macht, nicht. „Mit meiner digitalen Leica mache ich oft erst einmal Probebilder, um die Wirkung der Umgebung zu studieren“, erklärt er. Reizvoll findet Johannes Hainmüller oft ganz banale Objekte, die er ungewöhnlich in Szene setzt: U-Bahnen und Schächte, Schienen, Türme, Häuser, Bordsteine, aber auch Landschaften hält er fest. (zsr) • Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr, Montag, Dienstag und Freitag, 14 bis 16.30 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

Quelle: HNA

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