Kunstkreis zeigt Arbeiten zum Thema Traum und Wirklichkeit in der Kreissparkasse

Träume werden sichtbar

Träume auf der Leinwand: (von links) Erika Sinning, Elisabet Theiß, Günther Romüller, Michael Sack, Direktor der Kreissparkasse Homberg, Elke Grünberg, Lothar Kraut, Silke Gunkel, Tatjana Schröder und Ursula Huwer. Foto: Thiery

Homberg. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so vielseitig sind auch ihre Träume. Das dokumentiert nun auch die Ausstellung des Homberger Kunstkreises, der zum 36. Mal die Werke seiner Jahresarbeit in der Kreissparkasse ausstellt.

Acht Hobby-Künstler verarbeiteten das Thema Träume und Wirklichkeit in ihren Werken. Silke Gunkel ließ sich von ihrem Unterbewusstsein leiten und arbeitete mit Acryl auf Malpappe, und schuf Patina dazu. Nebulöse Figuren entstanden, die jeder der Besucher anders deutete. Die einen sahen menschliche Figuren, die eher unwirklich und verträumt aus dem Nichts entstehen, andere wiederum erkannten Tulpen. „Das soll jeder so interpretieren wie er es will“, sagte die Künstlerin. „Ich kann doch keinen Traum konstruieren. Er muss entstehen.“ Sie lege keine Absicht in die Bilder hinein.

Austausch und Inspiration

Elke Grünberg malte figürlich, unter anderem eine Frau im Traumzustand. „Ich brauchte Zeit, um mich dem Thema zu nähern. Ich bin eher Realistin“, räumte sie ein. Die acht Künstler fertigten die Arbeiten wie immer bei gemeinsamen Workshops an. Dabei entstanden Austausch und Inspiration.

Unbewusstes ausloten

„Wir suchen jedes Jahr ein anderes Thema für unsere Treffen“, sagte der Vorsitzende des Kunstkreises, Günther Roßmüller. Es ist gut, wenn man nicht nur für sich allein malt, meinte er. Das Traumthema orientiere sich an den Surrealisten, die die Symbiose zwischen Traum und Wirklichkeit als Grundlage für ihre Arbeit nahmen, erklärte er. Es entstand in der Nachfolge von Dada um 1920 in Paris. Ziel war es, das Unwirkliche und Traumhafte sowie die Tiefen des Unbewussten auszuloten und den durch die menschliche Logik begrenzten Erfahrungsbereich durch das Phantastische und Absurde zu erweitern.

Träume regen an, sie in künstlerischen Werken zum Leben zu erwecken und sie in die Realität zu holen, sagte Roßmüller. Künstlerisch war auch Direktor Michael Sack zumute, als er die Ausstellung mit einem Zitat eröffnete: „Träume sind der Sonntag des Denkens.“

• Die 50 Werke sind auf 14 Tafeln angebracht und können noch bis 20. Dezember in der Kreissparkasse betrachtet werden.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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