Bruno Rodrigues da Silva aus Portugal gab erneut Kurs beim Reit- und Fahrverein

Training mit dem Meister

Freude am Reitsport: Bruno Rodrigues da Silva trainierte in Schrecksbach mit Reitern und Pferden. Mit dabei waren Westernreiterin Anja Dönges und ihr American Paint Horse Boone. Foto: Heist

Schrecksbach. Bruno Rodrigues da Silva liebt Pferde und lehrt die hohe Kunst des Reitens. Am Wochenende war der erfolgreiche portugiesische Dressurreiter und Ausbilder zu Gast beim Reit- und Fahrverein in Schrecksbach.

Pferdefreunde aus Hessen und den angrenzenden Bundesländern waren mit ihren edlen Vierbeinern zum Training gekommen und holten sich Tipps vom Meister aus Portugal.

Groß waren die Neugier und die Erwartungen an den bekannten Ausbilder. Erst seit drei Wochen seien sie und ihre zehnjährige American Paint Horse-Stute Annie ein Team, erzählte Andrea Dick aus Bad Sobernheim (Rheinland-Pfalz). „Wir möchten auf dem Weg des Zusammenfindens Unterstützung bekommen.“

Gut gelaunt und konzentriert präsentierte sich der Portugiese in der Reitbahn. Angereist war er mit seiner Managerin Jasmin Pohl, die während des Trainings vom Englischen ins Deutsche übersetzte.

Alle Reitweisen willkommen

Ob klassisch-barocke Reitweise, englischer Reitstil oder Westernreiten, Bruno Rodrigues da Silva ist bei seinen Kursen für alle Reitweisen offen. Er trainiert Kinder und Jugendliche genauso wie Erwachsene, Freizeitreiter ebenso wie ambitionierte Dressurreiter. Zwölf Teilnehmer seien es heute, darunter einige Westernreiter, erklärte er am Samstag im Gespräch mit der HNA. Rodrigues da Silvas Leidenschaft gehört der alten portugiesischen Pferderasse, den Lusitanos. Begonnen hat er als Springreiter. Er schätze den Kontakt zu den Leuten und ihren Pferden. „Man weiß niemals alles. Auch sie lehren mich viele Dinge“, sagt er. Ausgebildet wurde Bruno Rodrigues da Silva an der portugiesischen Hofreitschule. Neben seinen Erfolgen als Dressurreiter hat er bei Europameisterschaften erfolgreich an Team- und Einzelwertungen in Working Equitation teilgenommen. Von seinen Erfahrungen in diesem, aus der traditionellen Arbeitsreitweise Südeuropas entstandenen Reitsport profitieren auch seine Schüler. Um sich einen Eindruck von den Tieren zu machen, ritt er in Schrecksbach zunächst jedes Pferd selbst. Dann schaute er sich das Zusammenspiel von Reiter und Pferd an. Die Liebe zum Pferd und der Spaß an der Arbeit seien dabei das Wichtigste, erklärte er.

Unter den Teilnehmern des Kurses seien keine wirklichen Anfänger, sagte Beatrix Kalbfleisch vom Vorstand des in Schrecksbach ansässigen Vereins. Alle Teilnehmer, darunter sie selbst, säßen bereits seit einigen Jahren im Sattel. Die jüngste Teilnehmerin war 19 Jahre alt. Pro Pferd habe man eine Stunde einkalkuliert. Nach einem Kurs im Februar sei es schon das zweite Training mit Bruno Rodrigues da Silva auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins. Man denke bereits über einen weiteren Kurs im Oktober nach.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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