Team von der Landtechnik-Firma Ross war erfolgreich bei 24-Stunden-Rennen

24-Stunden-Rennen in Altenschlirf: Traktoren machten Tempo

Enge Sache: Mitunter waren Überholmanöver Millimeterarbeit für die Rennfahrer in den Traktoren.

Neukirchen. Die Freunde des Traktor-Rennsports nennen es das verrückteste Rennen seit Ben Hur: Ein Team der Neukirchener Landtechnik-Firma Ross war am Wochenende wieder mit dabei beim internationalen Rennen in Altenschlirf (Vogelsbergkreis), dem „ultimativen Mekka für Traktorenfans“.

Als Klassensieger und mit Platz zwei der Gesamtwertung kehrten die Landmaschinen-Rennfahrer zurück nach Neukirchen.

Pünktlich um 15 Uhr senkte sich am Sonntagnachmittag die Zielflagge beim 24-Stunden Traktorrennen in Altenschlirf. Von 32 gestarteten Teams kamen am Ende des verrücktesten Rennen nach Ben Hur 29 in die Wertung. „Drei kleinere Unfälle verursachten zwar Materialschäden, aber zum Glück keine Verletzten“, berichtet Dieter Graulich - in allen Fällen konnten die Fahrzeuge das Rennen fortsetzen.

Zweiter Platz insgesamt

In der Gesamtwertung kam das Team „Ross Landtechnik“ aus Neukirchen auf den zweiten Platz. Mit ihrem 68 PS starken Traktor vom Typ John Deere 2030 legten sie 243 Runden zurück, und das mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern. Siegreich war ein Team aus Grebenhain, das mit seinem über 40 Jahre alten Deutz drei Runden mehr zurücklegte.

Bei der bereits fünften Auflage des spektakulären Rennens sei insgesamt erheblich schneller gefahren als in den Vorjahren, erklärt Graulich. Die schnellste Runde absolvierte ein Traktorfahrer mit 58 Stundenkilometern.

Mit Zeitstrafen wurden Verstöße gegen Temoplimits geahndet. So wurde bei einer Kontrolle ein Team mit 54 Stundenkilometern bei erlaubten 50 Stundekilometern gemessen, dafür gab es eine Zeitstrafe von 30 Minuten.

„Ein reges Treiben herrschte den ganzen Tag und besonders in der Nacht im Fahrerlager“, heißt es weiter. Oft wurde geschraubt und geschweißt, da die Strecke dem Material zu schaffen machte. Mit viel Teamgeist halfen sich die Rennteams untereinander mit Ersatzteilen aus. Auch die Werkstätten in der Umgebung von Altenschlirf lieferten noch am späten Samstagnachmittag Material ins Fahrerlager.

Die Vulkan Trophy ist ein 24-Stunden-Langstreckenrennen, an dem ausschließlich Oldtimertraktoren teilnehmen. Es ist das erste und einzige Rennen dieser Art in Deutschland. Die Idee dazu stammt aus Österreich. Der bisher älteste teilnehmende Traktor war ein Deutz F1L514/51 aus dem Jahr 1952. Der Rundkurs ist 4,5 Kilometer lang. 60 Prozent der Strecke bestehen aus Schotter- und Wiesenwegen, die übrige Strecke ist asphaltiert. (jkö)

Quelle: HNA

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