Forstmann und Naturschützer verstarb am Sonntag

Trauer um Helmut Hoeppe

Verstarb am Sonntag im Alter von 71 Jahren: Helmut Hoeppe. Foto:  Archiv/nh

Wolfhagen. Helmut Hoeppe ist tot. Der Forstmann aus Leidenschaft verstarb am Sonntag im Alter von 71 Jahren. Er hinterlässt seine Ehefrau Waltraud sowie Tochter und Sohn. Bei Forstleuten, Jägern und Naturschützern in der Region löste die Nachricht vom Tod Helmut Hoeppes Trauer und tiefe Betroffenheit aus.

Helmut Hoeppe erblickte am 6. Januar 1940 im Forsthaus Stärkenau in Rosenberg (Ostpreußen) das Licht der Welt. Sein Vater war dort Revierförster. 1945 musste die Familie flüchten, fand in Alsfeld eine neue Heimat.

Nach Schule und Abitur am Kasseler Wilhelmsgymnasium begann Helmut Hoeppe im Forstamt Gahrenberg (Reinhardswald) eine Forstlehre, besuchte anschießend die Forstschule in Schotten. Nach verschiedenen forstlichen Stationen wurde er Büroleiter im Forstamt Naumburg, ab dem 1. April 1976 stellvertretender Amtsleiter im Forstamt Wolfhagen, das bis zu seiner Pensionierung als Forstoberamtsrat im November 2000 seine berufliche Heimat blieb.

Als Vertreter von Hessen-Forst war er viele Jahre Mitglied im Naturschutzbeirat des Landkreises Kassel, seit 2004 Kreisjagdberater für den Altkreis Wolfhagen. Zudem war Hoeppe Vorsitzender der Jägerprüfungskommission des Kreisjagdvereins Wolfhagen sowie Beauftragter des Landesjagdverbandes für Planungsseingriffe in die Landschaft, Naturschutzbeauftragter im Kreisjagdverein und verantwortlicher Referent für das Rotwildgebiet Wattenberg-Weidelsburg.

Ehrenamtliches Engagement

Maßstäbe setzte Helmut Hoeppe auch bei der Errichtung des Naturschutzgebietes Glockenborn zwischen Wolfhagen und Bründersen. Von 1979 bis 1987 war er Verantwortlicher bei der Großsanierung der Weidelsburg. In den 80er- und 90er-Jahren koordinierte er eigenverantwortlich in der Region die Neuaufforstungen mit einem Gesamtflächenvolumen von 100 Hektar. „Helmut Hoeppe“, so der amtierende Büroleiter des Wolfhager Forstamtes, Jochen Dittmar, „war nicht nur ein allseits sehr beliebter und hochgeschätzter Kollege, sondern auch mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen ein ausgewiesener, anerkannter Fachmann des forstlichen Genres. Außerdem ein passionierter Jäger sowie engagierter Umwelt- und Naturschützer.“

Die Trauerfeier zur Beerdigung von Helmut Hoeppe beginnt am Donnerstag, 20. Oktober, um 14 Uhr in der Wolfhager Friedhofskapelle. (zih)

Quelle: HNA

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