Im Trauerjahr Verständnis zeigen

Die Neuorientierung und Neuordnung des Lebens nach einem Trauerfall braucht Zeit: Freunde sollten den Hinterbliebenen im ganzen Trauerjahr mit Trost zur Seite stehen.

Trauernde brauchen auch nach der Beerdigung Zuspruch

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Trauernde Hinterbliebene sollten nicht nur rund um die Bestattung Zuspruch erfahren. „Danach beginnt für sie die Zeit des Schweigens und einer vorübergehenden Vereinsamung“, sagt der evangelische Theologe Klaus Dirschauer. Denn nach der Beerdigung bleibe der Trauernde allein zurück, während angereiste Familienmitglieder und Freunde wieder in ihr eigenes Leben zurückkehrten.

Festtage schmerzen

„Viele erwarten dann auch, dass es mit der Trauer irgendwann mal gut sein muss“, sagte Dirschauer, der zum richtigen Umgang mit Betroffenen einen „Trauer-Knigge“ verfasst hat. Tatsächlich habe der Hinterbliebene erst einmal ein ganzes Jahr zu durchleiden: Das erste Weihnachten ohne den Verstorbenen, der erste Hochzeitstag, der erste Geburtstag. Festtage würden als besonders schmerzlich empfunden. Während des Trauer-Jahres sei es sehr wichtig, dass der Kontakt nicht abreiße: „Zeigen Sie dem Trauernden gegenüber Verständnis und Einfühlungsvermögen und signalisieren Sie: ,Ich bin für Dich da’“. (tmn)

Quelle: HNA

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