Traum von der eigenen Disco: Waberner will deutschlandweit durchstarten

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Partys sind seine Welt: Pedram Roth hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Der 19-Jährige hat die Firma „Festive Mood“ gegründet und organisiert regelmäßig Feiern.

Wabern. Wenn aus der gemütlichen Gartenparty eine große Sause wird, macht das vielen Angst - aber nicht Pedram Roth aus Wabern. Er will mit einer eigenen Disco durchstarten.

Wo für einige der Spaß aufhört, begann er für Pedram Roth erst. Als er 17 war, ist „eine Party aus dem Ruder gelaufen“, wie er sagt. Für den Waberner war das die Bestätigung: feiern, organisieren, für Stimmung sorgen. Das ist seins. Das kann er.

Eigentlich möchte der 19-Jährige nach der Fachoberschule einen anderen Weg einschlagen. Er bewirbt sich um eine Ausbildung als Büromanager. Ohne Erfolg. „Wenn das nicht klappt, mache ich eben mein eigenes Ding“, denkt sich Roth und macht sich selbstständig. Im vergangenen Jahr bewirbt er sich als Fotograf in der Waberner Discothek „Come in“. Roth übernimmt schnell weitere Aufgaben, kümmert sich um die Werbung, das Personal, bis er schließlich einmal im Monat dort seine eigene Party schmeißt. Unterstützung bekommt er von Discobesitzer Gerhard Kahl. „Er hat mir immer wieder Tipps gegeben und gesagt, was ich bei Gema, Steuern und Getränkeplanung beachten muss“, sagt Roth.

Lehrgeld 

Doch der Jungunternehmer muss Lehrgeld zahlen. Eine vierstellige Summe. Gleich seine erste Party endet in einem Urheberrechtsstreit. Die Feier soll unter dem Titel „Project X“ stehen - in Anlehnung an den gleichnamigen Film. Zwar sei die Werbung „eingeschlagen wie eine Bombe“, die Rechnung für die Rechtsstreitigkeit aber auch. „Da hat mir meine Familie geholfen“, ist Roth noch heute dankbar.

Kreativer Kopf 

Überhaupt erfährt der 19-Jährige viel Rückhalt. Er hat um sich herum ein zwölfköpfiges Team aufgebaut. Bei Roth laufen alle Fäden zusammen, er ist der kreative Kopf, dem auch mal mitten in der Nacht die Ideen für seine nächsten Partys kommen. Und Ideen brauche er, um sich von anderen Feiern abzuheben. So tritt bei ihm auch mal ein Stripper auf, gibt es Gratis-Kondome und Gutscheine für ein Fotoshooting. Bei der Neon-Party gibt es nicht nur Knicklichter, sondern Farbe satt. Die Gäste können sich gegenseitig bemalen.

Roths Zielgruppe hat er bei allen Planungen klar vor Augen: Frauen und Männer zwischen 16 und 23 Jahren. „Die Jugendlichen gehen einfach gerne feiern, die Erwachsenen sind nicht mehr das Partyvolk“, lautet seine These. Große Diskotheken wie das York und das A7 in Kassel sieht Roth nicht als Konkurrenten. Damit wolle er sich nicht messen. Er schaue nur auf seine Arbeit. Und die macht ihm Spaß. Der Gewinn sei dabei nicht entscheidend. „Hauptsache, ich habe meine Kosten gedeckt.“

Die Motivation für Roths Arbeit kommt aus Hannover. Dort haben die Veranstalter „Abievents“, zwei gute Freunde von Roth, ihren Sitz. Sie organisieren deutschlandweit Partys. „Die haben es geschafft. Warum sollte ich es nicht auch schaffen?“, sagt Roth. Einen großen Traum hat der Waberner: Er möchte eine eigene Disco führen.

Quelle: HNA

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