Treffen von Ortslandwirten: Weltmarkt sorgt für erhebliche Schwankungen

Schwalm-Eder. Die Landwirtschaft wird künftig noch abhängiger sein von Schwankungen des Weltmarktes und strukturellen Veränderungen. In der Unternehmensführung gelte es daher, der Risikoabwägung einen noch größeren Stellenwert einzuräumen.

Die Betriebe sollten möglichst über eine ausreichende Liquidität verfügen, um für die Schwankungen gewappnet zu sein. Diese Ansicht hat Hilmar Gerdes von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einem Referat vor Ortslandwirten aus dem Schwalm-Eder vertreten.

Der Einladung des Fachbereichs Landwirtschaft und Landentwicklung beim Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises waren viele Ortslandwirte und Vertreter landwirtschaftlicher Organisationen in das Soldatenheim in Fritzlar gefolgt. Gerdes erläuterte Konzepte der EU-Agrarpolitik. Diskutiert werde über unterschiedliche Formen der Förderung. Unter anderem gehe es um die Einkommenssicherung in benachteiligten Gebieten, um eine Unterstützung für Kleinlandwirte sowie Obergrenzen für die Direktzahlung.

Mehr Biomasseproduktion Die Landwirtschaft befinde sich zurzeit in einem Spannungsfeld, das sich aus der steigenden Weltbevölkerung, der Ausdehnung der Biomasseproduktion, dem Klimawandel sowie dem Strukturwandel in der Landwirtschaft ergebe. Betriebsentwicklung Gerdes zeigte auch unterschiedliche Wege in der Entwicklung eines landwirtschaftlichen Betriebes auf. Die Frage nach einer Spezialisierung oder einer Auffächerung der Unternehmensziele sei aber im Einzelfall von den unterschiedlichen Voraussetzungen abhängig. Kreislandwirt Adolf Lux machte in einem Rückblick deutlich, dass das Jahr 2010 die landwirtschaftliche Unternehmungsführung, sowohl im Hinblick auf die Witterung als auch auf das Preisgefüge der Märkte vor besondere Herausforderungen gestellt habe.

Die erste Euphorie für das noch junge Jahr 2011 sei durch die kriminellen Aktivitäten eines Futtermittelherstellers auch schon wieder in den Schatten gestellt worden, sagte Lux. In einem weiteren Vortrag stellte der Leiter der Fachschule für Agrarwirtschaft Fritzlar, Dr. Lothar Koch, die s Angebote und Perspektiven seiner Schule vor. (hro)

Quelle: HNA

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