Neue Pläne für für Nutzung der ehemaligen Zierenberger Diskothek

Treibhaus statt Hotel Mama

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Soll Trainingszentrum für junge Erwachsene werden: Das einstige Zierenberger Treibhaus.

Zierenberg. Das ehemalige Zierenberger Treibhaus soll nicht nur interkulturelle Begegnungsstätte werden, sondern auch ein Trainingscenter für junge Erwachsene. Der Plan von Pächter Thilo Stockhardt: „Abschied vom Hotel Mama“ - Jugendliche auf ein selbstständiges Leben vorbereiten.

Stockhardt ist sicher: „Das klappt hier.“ Die Denkmalbehörde habe ihm bereits eine Förderzusage gegeben. „Dem Treibhaus kommt ein hoher historischer Zeugniswert zu, der es zu einem Kulturdenkmal macht und für Stadt und Region von erheblicher Bedeutung ist“, zitiert Stockhardt. Der Gebäude war bei einem Brand im November 2007 stark beschädigt worden.

Thilo Stockhardt

Für eine Förderung gebe es bisher keinerlei Zusagen, erklärt dagegen Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises Kassel. Die Denkmalbehörde habe Planungen vorliegen, und auch Gespräche habe man geführt. Ob das Projekt Treibhaus bezuschusst werde, müsse man prüfen, wenn ein Bauantrag vorliege, so Kühlborn.

Bisher liege ihm immerhin eine Nutzungsgenehmigung für gelegentliche Veranstaltungen im Treibhaus vor, sagt Stockhardt. In der nächsten Woche erwartet er jedoch für den früheren Diskobereich eine „Regelgenehmigung“. Dann sollen von Freitag bis Sonntag Musikveranstaltungen und interkulturelle Begegnungen stattfinden.

Außerdem will die neu zu gründende Trägergesellschaft den Raum auch für private Feiern vermieten. Die Trägergesellschaft müsse auch das Geld für die Sanierung des Gebäudes aufbringen, so Stockhardt. Dann sollen im ersten Stock und im Dachgeschoss einfache Zimmer für das Trainingscenter entstehen; außerdem eine Lehrküche, in der die Jugendlichen kochen lernen.

In dem nach Aussage von Stockhardt umfangreichen Gebäudegutachten sei attestiert worden, dass die Grundsubstanz des Treibhauses in einem guten Zustand sei. Auch das Baujahr habe man aufgrund der Balkenuntersuchung korrigiert. Das Gebäude soll im Jahr 1782 gebaut worden sein. „Und zwar mit Holz, dass von Eichen stammt, die von 1635 bis 1781 gewachsen sind und im Winter 1781/82 gefällt wurden“, so Stockhardt.

Quelle: HNA

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