Aufbau der neuen Ferienanlage auf dem Campingplatz Erzeberg gerät ins Stocken

Trend geht zum Holzhaus

Urlaub im luxuriösen Holzhaus: Oliver Kleffel vom Campingplatz Erzeberg in Balhorn will zusammen mit seiner Familie weitere Ferienhäuser errichten. Dafür muss ein neuer Bebauungsplan für das Gelände aufgestellt werden. Foto: Thon

Balhorn. Die ersten acht Holzhäuser stehen. Bis zu 60 weitere könnten in den kommenden Jahren folgen. Das Gesicht des Campingplatzes Erzeberg am Ortsrand von Balhorn wird sich wandeln – weniger Stellplätze für Wohnmobile, mehr Ferienhäuser.

Die Holzhäuser kommen bei den Gästen sehr gut an. Oliver Kleffel, der gemeinsam mit seinen Eltern die Anlage führt, sieht im komfortablen Urlaub inmitten der Natur einen Trend. Die Zeit, in der Familien anreisten und ihr Vier-Mann-Zelt aufbauten, sei längst vorbei.

Die Gäste wollen es bequem. Wie Kleffel sagt, habe er keine Probleme, die 35 bis 70 Quadratmeter großen Häuser zu vermieten. Angeboten würden sie im Internet über die großen Reiseveranstalter wie Tui und Interchalet. Die hochwertige Ausstattung der Ferienhäuser überzeuge die Besucher – Einbauküche, Sofaecke vorm Panoramafenster mit Blick auf den Habichtswald und Holzterrasse ließen Urlauberherzen höher schlagen. Für eine ganzjährige Nutzung der modernen Unterkunft sorgt eine Fußbodenheizung.

Zwischen 50 000 und 70 000 Euro kostet die Errichtung eines Ferienhauses. Beim Aufbau arbeitet das Team vom Campingplatz eng zusammen mit einem Sägewerk aus Fritzlar, das das Lärchenholz für die vorgefertigten Gebäude liefert. Die Endmontage erfolgt vor Ort.

Neuer Bebauungsplan

Momentan ist das Projekt allerdings ins Stocken geraten. Denn der aktuelle Bebauungsplan lässt eine weitere Errichtung von Holzhäusern nicht so einfach zu. Bislang war für jedes einzelne Objekt eine Änderung im Bebauungsplan beantragt worden. Nun haben sich die Gemeindevertreter Bad Emstals darauf geeinigt, für den Bereich einen neuen Bebauungsplan aufzustellen.

Zuvor hatten die Obere Bauaufsichtsbehörde und die Obere Naturschutzbehörde arge Bedenken am Vorhaben angemeldet. Mit dem Bau der Häuser war im Sommer vergangenen Jahres begonnen worden, allerdings habe es dabei immer wieder Verstöße gegen den Bebauungsplan gegeben, heißt es in einer Beschlussvorlage für die Gemeindevertreter. Grünordnerische Maßnahmen seien nicht umgesetzt, Gebäude illegal erricht worden. Aus städtebaulicher Sicht sei „eine ungeordnete Bebauung auf dem gesamten Gelände mit bis zu 70 Häusern unvertretbar“, heißt es weiter.

Um Klarheit zu schaffen, soll nun ein neuer Bebauungsplan für das Gelände aufgestellt werden.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare