Fortbildung für Turn-Trainer 

Trendsportart Parkour in Melsungen: Mit Geschick über Hindernisse 

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Bringt Jugendlichen Sprünge bei: Dominik Arend (rechts) bei einem Training im Freien.

Melsungen. Springen, rollen, landen – das sind die wichtigsten Elemente der Trendsportart Parkour. Ziel ist es, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers von A nach B zu kommen. In Melsungen werden jetzt Trainer ausgebildet. 

Eine drei Meter hohe Mauer oder ein Hausdach überwinden? Für einen Parkour-Sportler kein Problem. Einer dieser Sportler ist Dominik Arend, der am Samstag, 14. April in Melsungen in der Zweifeldsporthalle eine Fortbildung für Trainer im Kinder- und Jugendturnen sowie Interessierte in Zusammenarbeit mit Turngau Schwalm-Eder anbietet.

Dem Kasseler wurde das Springen von Schwimmbadtürmen als Jugendlicher zu langweilig, seitdem zieht es ihn auf Hausdächer und über Mauern. Heute gibt er seine Leidenschaft an Kinder und Jugendliche weiter.

„Das Besondere ist die Kreativität in der Bewegung und die stetige Herausforderung“, sagt der 25-Jährige, der seit sieben Jahren Parkour-Trainer ist. Was er den Trainern mit auf den Weg gibt? Vor allem eine Grundregel: den Kenntnisstand der Kinder herauszufinden und sich daran zu orientieren. „Wenn Kinder nicht zu 100 Prozent sicher sind, sollten sie den Sprung nicht machen“, sagt er.

Generell könne jeder Parkour machen. Egal wie alt und egal ob durch Behinderung eingeschränkt, erklärt Arend, der selbst auf einem Auge blind ist.

Besondere Ausrüstung brauche es nicht. „Bequeme Kleidung ist gut, außerdem rutschfeste Schuhe“, so Arend.

Beim Parkour spiele Disziplin eine große Rolle, gleichzeitig schätzt der Trainer das Training mit Freunden im Freien. „Die Kinder verbringen mehr und mehr Zeit drinnen“, stellt Arend fest und ergänzt: „Parkour ist nichts anderes als eine Möglichkeit, Kinder wieder zum Spielen im Freien zu bringen.“ Denn der Sport kann nahezu überall im Freien ausgeübt werden. Hindernisse, die überwunden werden, lassen sich überall finden.

Im Fokus der Kurse steht die sichere Bewegung, die Kinder und Jugendliche erlernen sollen. „Sie sollen lernen, ihre Körperteile zu nutzen“, erklärt der Trainer. Das sei am Anfang besonders wichtig, genauso wie die Überwindung der eigenen Angst. „Es macht an sich keinen Unterschied, ob eine Mauer 20 Zentimeter oder zwei Meter hoch ist“, sagt Arend. In den ersten Trainingseinheiten lernen die Kinder außerdem das richtige Aufkommen – auch „Drop-Training“ genannt. Eine gute Landung sei am Klang zu hören, erklärt der Experte. Wichtige Grundlagen sind außerdem die Vierpunkt-Landung, Rollen und „Wall-Run“, das Rennen an Wänden.

Den Trainern gibt Arend bei der Fortbildung mit, dass sie die Sicherheit der Kinder garantieren und gleichzeitig den Spaß am Parkour vermitteln. „Die Trainer sollten Übungen zeigen und bereit sein, mitzumachen“, erläutert der 25-Jährige die Anforderungen an künftige Parkour-Trainer. Geduld sei besonders gefragt. „Man muss Übungen immer wieder zeigen – die Kinder müssen an die Hand genommen werden.“

"Le Parkour" in Melsungen:

Turngau Schwalm-Eder veranstaltet am Samstag, 14. April ab 10 Uhr in Melsungen eine Fortbildung für Trainer im Kinder- und Jugendturnen. Anmeldeschluss ist der 17. März. Bedingung ist die Mitgliedschaft in einem Verein des Hessischen- oder des Deutschen-Turn-Bundes. Die Gebühr beträgt 45 Euro mit Gymcard und 50 Euro ohne Gymcard. Einige Themenblöcke finden im Freien statt, deswegen sind entsprechende Kleidung und Schuhwerk mitzubringen.  Anmeldung unter: christine.schoene@fulda-eder.de

Quelle: HNA

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