Konzert in Treysa

Glanzlichter zum 40. Jubiläum des Blasorchesters Schwalmstadt

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50 Musiker in Feststimmung: Stilvoll in Abendkleidung spielte das Blasorchester Schwalmstadt ein Geburtstagsgalakonzert mit dem Besten aus vielen Programmen.

Treysa. Mit einem Galakonzert hat das Blasorchester Schwalmstadt am Samstagabend seinen 40. Geburtstag gefeiert - viele begeisterte Zuhörer in der Festhalle Treysa feierten mit.

Mit einem Galakonzert hat das Blasorchester Schwalmstadt am Samstagabend seinen 40. Geburtstag gefeiert - viele begeisterte Zuhörer in der fast ausverkauften Festhalle Treysa feierten mit.

„Heute spielen wir mal das, was es sonst nur als Zugabe gibt“, sagte Stefan Todt am Ende des ersten Teils, als er den berühmt-beliebten Radetzky-Marsch ankündigte. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten, wippte und klatschte erfreut mit. Da hatten die fast 50 Musiker schon fast anderthalb Stunden gespielt.

Bei der African Symphony: Heyner dirigierte im Safaristil.

Andere Uhrzeit, besonderes Programm, festliches Flair: Statt wie üblich zur Mittagsstunde das alljährliche Neujahrskonzert zu geben, hatte das Blasorchester diesmal am Abend geladen und verlieh der Veranstaltung, gekleidet in Abendrobe, auch schon äußerlich festlichen Glanz.

Spielerisch mussten die Musikerinnen und Musiker bis ans Äußere gehen - das Blasorchester hatte in den Programmheften der vergangenen 20 Jahre geblättert und für das Galakonzert ein „Best of“ zusammengestellt.

Ehrgeiziges Programm 

Es war ein ehrgeiziges Programm, das von den Musikern wie auch Dirigent Dr. Karsten Heyner höchsten Einsatz abverlangte. Melodien von Richard Strauss, Johannes Brahms und Edward Elgar machten den ersten, eher klassisch ernsteren Teil des Konzerts aus. Besonders beeindruckend: Die Ouvertüre Orpheus in der Unterwelt von Jaques Offenbach, bei dem Martin Zimprich an der Klarinette mit dem Altsaxophon von Edwin Kobert in Dialog trat und nacheinander die übrigen Orchesterinstrumente einsetzten.

Seit der ersten Stunde 

Auch das Publikum war an diesem Abend gefragt, genau gesagt nach der durchschnittlichen Mitgliedszeit der einzelnen Spieler. Nicht alle sind so lange dabei wie Tony Lenz, Armin Staufenberg und Thorsten Janoske, Mitglieder der ersten Stunde, als es noch Jugendblasorchester hieß. 15,2 Jahre bemisst die durchschnittliche Mitgliedszeit. Ein Blick in die Orchesterreihen zeigt, dass es dem Blasorchester immer wieder gelungen ist, auch jüngere Bläser hinzuzugewinnen.

Viel Applaus: In der Festhalle Treysa war kaum ein Sitzplatz frei geblieben.

Neujahrsansprache 

Auch Bürgermeister Stefan Pinhard gratulierte dem Orchester, wichtiger Baustein des kulturellen Lebens in der Schwalm, zu seinem runden Geburtstag und nutzte die Gelegenheit zur Neujahrsansprache, die den zweiten, musikalisch eher in der leichteren Musik verorteten Konzertteil einläutete. Bei der African Symphony erschien der Dirigent kurzerhand mit Hut und Gewehr ausgerüstet als afrikanischer Wildjäger auf der Bühne, bevor sich bei dem Schlager „Barfuß oder Lackschuh“ die Dramaturgie wieder beruhigte.

Premiere für Blasorchester

Ein besonderes Ereignis erwartet die Freunde der Blasmusik in diesem Jahr: Am 2. September wird das Blasorchester Schwalmstadt zum ersten Mal zum Großen Zapfenstreich auf dem Marktplatz in Treysa spielen.

Quelle: HNA

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