160 Landsenioren bei Adventsfeier

Landsenioren in Treysa sind eine starke Gemeinschaft

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Besinnlicher Nachmittag: 160 frühere Landwirte trafen sich am Samstag zur Adventsfeier in der Festhalle in Treysa. 

Treysa. Die Mitglieder der Landseniorenvereinigung Ziegenhain haben sich am Samstag zu ihrer Adventsfeier in der Treysaer Festhalle getroffen.

160 Frauen und Männer waren zusammen gekommen, um einander zu treffen, Kaffee zu trinken und unterhaltsamen Beiträgen auf der Bühne zu lauschen.

Die Vorsitzende Anni Euler und Wilhelm Faust hatten die Feier wie immer liebevoll vorbereitet und für das Programm gesorgt. Zu Gast war diesmal unter anderem die Mundharmonika-Gruppe aus Mengsberg unter der Leitung von Heinrich Waldmann. Die Musiker stimmten mit ihren Instrumenten auf die kommenden besinnlichen Wochen ein.

Stadtrat Georg Käufler vertrat den erneut erkrankten Bürgermeister Dr. Gerald Näser und verlas sein Grußwort. Er selbst sprach die Gäste mit „liebe Berufskollegen“ an. Als früherer Landwirt freue er sich, dass die Veranstaltungen der Landsenioren Ziegenhain stets in Schwalmstadt statt fänden. Aus Näsers Rede zitierte er: „Erst wenn ich Tannennadeln anzünde – was man natürlich eigentlich nicht darf – dann bricht für mich die echte Weihnachtszeit an.“

Nachdenkliche Töne

Pfarrer Dieter Schindelmann überbrachte die Grüße des Kirchenkreises und schlug nachdenklichere Töne an. Er erzählte von seiner Mutter, die ihn unlängst mit den Worten „da kriegt man es doch mit der Angst zu tun“ empfing. Er spannte den Bogen zur Flüchtlingssituation und der Einsparungen der Pfarrstellen im Kirchenkreis. „Aber Angst empfinde ich nicht – es geht darum, dass wir andere Aufgaben haben werden.“ Menschen zu integrieren, sei das Ziel: „Die Probleme des demografischen Wandels könnten durch den Flüchtlingszuzug auf Dauer gelöst werden. Dem Finanzamt sei es egal, welche Hautfarbe jemand hat, wenn er Steuern bezahlt“, verdeutlichte der Pfarrer. Er gab mit auf den Weg, mutig auf Aufgaben zuzugehen. „Wir schaffen das. Mit Gottes Hilfe.“

Zuversicht wünschte sich auch Landtagsabgeordnete Regine Müller. Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper machte klar, dass kommunal zusammen daran gearbeitet werde, Herausforderungen zu bewältigen.

Quelle: HNA

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