Treysaer Einkaufsmeile: „Die Straße wird wiederbelebt“

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Blick hinunter: Der Ausbau der Bahnhofstraße ab der Lesch-Märchenfigur ist weitgehend abgeschlossen.

Treysa. Was bringt der neue Black-Markt der Stadt und dem Umfeld, wie geht es jetzt in der Bahnhofstraße Treysa weiter – wir haben nachgehakt.

Black eröffnet im ehemaligen Kaufhaus Sauer, ursprünglich Gömpel, das einige Zeit leer stand, wie ist das zu bewerten?

G.u.T.-Chef Engin Eroglu meint, dass die Ansiedlung in der mittleren Bahnhofstraße auf einer so großen Fläche sehr positiv für die Meile sein wird, „das ist eine Aufwertung für die ganze Straße, das Interesse konzentriert sich eben nicht wie teils erwartet nur auf die untere Bahnhofstraße“. Dabei hätte laut Eroglu die Wiederbelebung der Bahnhofstraße schon viel früher in Gang kommen können, man hätte nicht so lange sinnlos diskutieren sollen, zum Beispiel über die Einrichtung einer Fußgängerzone“, sagte er der HNA.

Warum wird die Neueröffnung positiv gesehen?

Alfons Knapp (Inhaber Rewe-Markt) geht davon aus, dass der Markt mehr Kunden in die Stadt zieht. „Ich hoffe auch, dass das Parkhaus mehr genutzt wird.“ Knapp erwartet, dass auch der letzte große Leerstand in der Bahnhofstraße, der alte Vockeroth-Standort, noch überwunden wird – „dann, wenn endlich der Ausbau der Bahnhofstraße ganz fertig ist“.

Wie geht es denn mit dem Bau konkret weiter?

Die Freigabe des Baustellenbereichs bis Einmündung Wasserwerk ist für Freitagmittag geplant. Doch schon Mitte August geht es weiter mit dem Bauen, dann in der oberen Bahnhofstraße. Die Mainzer Brücke wird gesperrt werden, laut Alfons Knapp wird das noch problematischer für die Kunden und die Geschäftsleute als die bisherige Situation. Allerdings soll die Maßnahme im Dezember beendet sein, so die Planung.

Was ist denn das Neue an Black?

Unter anderem die Öffnungszeit bis 20 Uhr, könnte sein, dass andere nachziehen, die bisher deutlich früher schließen. Mit gut 650 Quadratmetern Verkaufsfläche ist es ein eher kleinerer Black-Markt, in Ballungsräumen gibt es auch welche mit 1000 Quadratmetern und mehr.

Welche Unternehmensphilosophie verfolgt Black?

Black will weiter stark wachsen, laut Unternehmenssprecherin wurde Black.de erst am 1. Mai 2017 als neues Einzelhandelskonzept gegründet, „wir sind ein frequenzstarker Nahversorger im Non-Food-Bereich, der den Kunden eine große Vielfalt an Waren zu attraktiven Preisen und in großer Menge anbietet. Bis Ende des Geschäftsjahres am 30. April 2018 werden wir bis zu 100 Stores bundesweit eröffnen. Mittelfristig streben wir 1000 Stores an“. Laut Medienberichten ist Black.de eine Tochter von Tedi, die Tengelmann-Gruppe ist beteiligt.

Doch es gibt auch kritische Stimmen, was sagen die?

Dass das Segment, umgangssprachlich Billigheimerware, in Treysa schon reichlich vertreten ist und womöglich Ansässige bloß verdrängt werden. Nicht wenige freuen sich aber, dass es wieder mehr Elektrowaren in der Innenstadt gibt.

Fehlt noch der Neubau des VR-Bank-Komplexes, wann geht es los?

Viele rechneten mit dem Baustart dieses Jahr, konkrete Angaben dazu macht das Institut derzeit nicht. Seit Längerem heißt es, dass zwei Gebäude auf der jetzigen Brache entstehen, für die VR-Bank, Läden und im rückwärtigen Bereich mit Wohnungen. Als Projektsumme stehen 8 Mio. Euro im Raum.

Quelle: HNA

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