Schüler der Beruflichen Schulen lernten Risiken im Straßenverkehr hautnah kennen

Aktionstag der Verkehrswacht für Berufsschüler 

Vorsicht Schwerkraft: Lars Jockel von der Verkehrswacht erklärt Marco de Ruiter aus Frielendorf, wie er sich aus einem umgestürzten Auto befreien kann. Marco soll sich mit den Händen und Füßen abstützen, bevor er sich vorsichtig abrollt. Wenn er sich einfach abschnallen würde, könnte er sich schwere Halsverletzungen zuziehen. Foto: Auel

Schwalmstadt. Die Schüler der Beruflichen Schulen Schwalmstadt fuhren am Mittwoch betrunken Auto – nicht auf einer richtigen Straße, sondern in einem Simulator.

Die Verkehrswacht Frankenberg veranstaltete einen Aktionstag, um auf die Gefahren von Drogen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.

Als Domenik Ruppel die ersten Meter seiner virtuellen Autofahrt in dem Promillesimulator hinter sich hatte, lief noch alles glatt. Plötzlich schaltete der Automat auf den Alkoholmodus um. Simuliert wurde eine Autofahrt unter 0,8 Promille, also ungefähr drei bis fünf Bier bei Domeniks Statur.

Domeniks Sichtfeld wurde eingeschränkt, die Lenkung reagierte verzögert. Kurze Zeit später krachte es. Domenik hatte ein anderes Auto touchiert. „Ein Simulator fühlt sich anders als ein richtiges Auto an. Dennoch hab ich gemerkt, was Alkohol mit mir anstellen kann.“

In den vergangenen Jahren starben immer weniger Jugendliche bei Verkehrsunfällen. Ferdinand Hagenbach von der Verkehrswacht Frankenberg weiß warum. „Zum einen sind Autos sicherer geworden. Zum anderen haben bestimmt auch solche Sicherheitsschulungen dazu beigetragen.“

Manchmal hilft alle Vorsicht nichts und es kommt zu einem Unfall. In einem Überschlagssimulator lernten die Jugendlichen, wie sie sich aus einem auf dem Dach liegenden Auto befreien können.

Lars Jockel, Moderator der Verkehrswacht: „Man muss sich mit den Händen abstützen und versuchen mit den Füßen Halt zu finden, ehe man sich abschnallt“. Ansonsten könnte es zu schweren Halsverletzungen kommen.

Auch das Rote Kreuz und die Polizei waren an dem Aktionstag vor Ort. Sie gaben wichtige Tipps zur Ersten Hilfe und dem Notruf.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare