Trickbetrüger kassierten für angebliche Erbschaft in Frankreich

Schwalm-Eder. Mit einem besonders dreisten Trick haben Betrüger mehrere tausend Euro von einer Familie aus dem Schwalm-Eder-Kreis ergaunert. Der Mann und die Frau stellten sich als französische Steuerbeamte vor, die für eine angebliche Erbschaft zu kassieren hätten.

Zuvor hatten die Täter nach Angaben der Regionalen Kriminalinspektion in Homberg vermutlich aus öffentlich zugänglichen Quellen recherchiert, dass bei der Familie während des 2. Weltkriegs ein französischer Zwangsarbeiter untergebracht war. Daran konnten sich die Angesprochenen tatsächlich erinnern.

Dieser Mann habe der Familie aus Dankbarkeit eine sechsstellige Erbschaft hinterlassen, behaupteten die Täter, die laut Polizei mit französischem Akzent sprachen. Bevor das Geld aber ausgezahlt werden könne, müssten die Besucher zunächst eine Erbschaftssteuer für den französischen Staat kassieren.

Die Familie zahlte, schöpfte später aber Verdacht und schaltete die Polizei ein. Nach den Angaben der Geschädigten gaben die Ermittler diese Personenbeschreibung:

Der Mann ist laut Polizei 45 bis 50 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, mit dunkelbraunen, an den Seiten sehr kurz geschnittenen Haaren. Er war bekleidet mit einer braunen Tuchhose und dunkelblauer Stoffjacke.

Die Frau ist etwa 60 Jahre alt, knapp 1,70 Meter groß. Sie hat dunkelblonde, leicht gewellte schulterlange Haare und trug bei der Tat eine hellbraune Wildlederjacke.

Beide Täter haben auffallend sonnengebräunte Haut. Sie fuhren ein weißes, sportliches Auto mit dem Kennzeichen R QM 8022, bestehend aus schwarzen Buchstaben auf weißem Grund, sowie einem ovalen „F“ als aufgeklebtes Nationalitätskennzeichen.

Um Zeugenhinweise bittet die Kriminalpolizei in Homberg, Tel. 05681/ 7740. (asz)

Quelle: HNA

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