Theatergruppe „Freier Olwettskepp“ spielte zwei turbulent-witzige Stücke

Mit Tricks zum Schnitzel

Zum Teufel mit der Vollwertkost: (von links) Tanja Kaufmann-Krapp, Torsten Wickel, Jasmin Manz, Lutz Bernhardt, Bernd Angersbach, Kerstin Ide-Gümpel, verdeckt Dirk Mehlstäubl

Friedigerode. Vor ausverkauftem Haus spielte die Mundart-Schauspieltruppe „Freier Olwettskepp“ am Freitagabend anlässlich ihrer Premierenvorstellung im Dorfgemeinschaftshaus in Friedigerode. Über 100 Gäste genossen einen turbulenten Abend mit Witz und Humor.

Außergewöhnlich schon die Begrüßung durch Vorsitzenden Ewald Manz. Ganz im Stil der „Olwettskepp“, was übersetzt so viel wie Quatschköpfe heißt, stimmte er die Zuschauer auf einem Abend ganz im Zeichen des Friedigeröder Platt ein. Glücklicherweise ist das sympathische Dialekt des Knülldörfchens aber gut verständlich, und so konnten auch Ortsfremde der Handlung problemlos folgen.

Zwei Stücke geben die 15 Laienschauspieler in der diesjährigen Spielsaison an fünf Abenden zum Besten: „Zum Teufel mit der Vollwertkost“ und „Zwei Engel für Bim Bam“. „Alle Vorstellungen sind fast ausverkauft. Am Ende werden es wohl über 600 Zuschauer gewesen sein“, freut sich Manz über die gute Resonanz. Den Anfang machte am Freitagabend das turbulente Lustspiel um gesunde Ernährung von Thomas Deiser: Fritz Birzle, alias Thorsten Wickel, leidet entsetzlich unter dem gesundheitsbewussten Biokostfimmel seiner Frau Elsa, gespielt von Tanja Kaufmann-Krapp. Diese hat mit der Witwe Elvira Hutzenlaub, sehr überzeugend dargestellt von Kerstin Ide-Gümpel, einen Gesundheitsverein gegründet, und beide warten nun auf den von Dirk Mehlstäuble gespielten Referenten des Landesverbands, Traugott Körnle.

Fritz will dieses Zusammentreffen unter allen Umständen verhindern, aber ausgerechnet diesen Körnle hat er im angetrunkenen Zustand zu sich ins Haus eingeladen. Und der kommt auch tatsächlich.

Da halfen nur noch tolle Einfälle, viel Schnaps und gute Nerven. Die Bauernschläue von Fritz lohnte sich: Zum Schluss gibt es im Hause Birzle wieder Schnitzel und Pommes. Ein Stück ganz in der Tradition des ländlichen Volkstheaters, mit viel Tempo und Spielwitz.

Auch beim zweiten Schwank blieb kein Auge trocken. Marlis Manz, Babsi Conradi, Sandra Peffer, Corinna Wickel und Sonja Euling schlüpften in die Rollen resoluter Wanderfrauen, die sich überfürsorglich um den von Ewald Manz gespielten Pfarrer kümmerten. Glücklicherweise erhielt der Geistliche Beistand von oben. Als aufmerksame Engel erteilten Heidi Mehlstäuble und Anja Grimm den Frauen eine kleine, aber heilsame Lehre.

Nach drei Stunden senkte sich der Vorhang, und das begeisterte Publikum bedankte sich mit langem Applaus.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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