Wegen Kolibakterien

Achtung: Trinkwasser rund um Wolfhagen muss abgekocht werden

Wolfhagen. Wegen Kolibakterien muss das Trinkwasser rund um Wolfhagen und in einem Zierenberger Ortsteil abgekocht werden.

Die Stadtwerke Wolfhagen haben in der Trinkwasserversorgungszone Philippinenburg, Philippinenthal, Nothfelden, Niederelsungen und dem Zierenberger Ortsteil Oberelsungen eine geringe Anzahl Kolibakterien festgestellt. Deshalb soll Trinkwasser dort vorerst abgekocht werden. Wolfhagen selbst und die nicht genannten Stadtteile sind nicht betroffen.

Alle Haushalte erhalten zudem ein Info-Blatt mit Hinweisen zum Umgang mit der Situation.

Das Wasser wird von den Stadtwerken zunächst gechlort. Es bestehe keine akute Gesundheitsgefahr, teilen die Stadtwerke mit. Zur Ursache der Verunreinigung können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Weitere Wasseranalysen folgen.

Die Grenzwertüberschreitung wurde im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle festgestellt. Gefunden wurde eine geringe Anzahl von Kolibakterien. Zur Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Wasser aufgrund der Chlorung nicht geeignet. Für andere Zwecke wie Geschirrspülen in Geschirrspülmaschinen, Wäsche waschen, Körper- und Händehygienepflege sowie Toilettenspülung ist es ohne Bedenken zu verwenden.

Die Stadtwerke informieren die Bevölkerung umgehend über neue Entwicklungen in der HNA und auf www.stadtwerke-wolfhagen.de

Zuletzt hatte das Trinkwasser im März in Naumburg und Umgebung wegen Verunreinigung abgekocht werden müssen.

Hintergrund: Kolibakterien

Nachweis eines Escherichia coli (Ecoli) im Trinkwasser

Jeder Mensch hat Milliarden Ecoli im Darm, es gibt krankmachende und nicht krankmachende Ecolis. Man kann sie an den Griffleisten von Einkaufswagen und auf Geldscheinen finden. Die Zahl der mit ungewaschenen Händen zum Mund geführten Ecoli beträgt ein Vielfaches dessen, was mit dem gut überwachten Trinkwasser aufgenommen werden kann.

Der Gesetzgeber hat eine strenge Regelung vorgenommen. Damit ist Trinkwasser das bestüberwachte Lebensmittel überhaupt, an das hinsichtlich der Hygiene strengste Anforderungen gestellt werden.

Laut Trinkwasserverordnung darf in 100 ml Trinkwasser nicht ein einziger Ecoli-Keim sein, weil dieser Keim eine fäkale Verunreinigung anzeigt, die im Trinkwasser nicht sein darf. Und allein weil bekannt ist, dass hierdurch eine gesundheitliche Schädigung der Bevölkerungsgesundheit möglich ist, wird sofort reagiert. Genau das ist die Umsetzung des Vorsorgegedankens: Eingreifen bevor eine Gefahr fassbar oder quantifizierbar wird. Infos gibt es auch unter

www.gesundheitsamt.kassel.de

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Lukas Schulze/Illustration

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