Nach Auflösung der IG Wabern gibt es auch keinen Weihnachtsmarkt mehr

Tristesse statt Lichterglanz

Ein Platz, zwei Stimmungen: Der Kirchplatz in Wabern bot bislang festliche Atmosphäre beim Weihnachtsmarkt am 1. Advent (links). Künftig bleibt es trist und grau (rechts). Foto/Montage: Zerhau

Wabern. Trübe Aussichten für die Waberner: das erste mal seit zwölf Jahren wird es keinen Weihnachtsmarkt geben. Organisiert wurde der bisher von der Interessengemeinschaft Wabern (IGW), doch die hatte sich im Sommer endgültig aufgelöst.

Ziel der in der IGW zusammengeschlossenen Gewerbetreibenden war es, die Aufmerksamkeit auf sich und die Gemeinde zu ziehen. Und das gelang: Mit ihren Veranstaltungen lockten die Geschäftsleute viele Besucher aus dem Umland an.

„Gescheitert ist die Werbegemeinschaft am Desinteresse der Mitglieder.“

Dieter Mose, ehem. Vorsitzender

Die größte Veranstaltung der IGW war die Gewerbeausstellung in der Mehrzweckhalle. Auch organisierten die Mitglieder zusammen mit Vereinen und Verbänden zahlreiche Dorffeste und Muttertagsaktionen.

„Gescheitert ist die Werbegemeinschaft am Desinteresse der Mitglieder.“ Das sagt der ehemalige Vorsitzende, Dieter Mose, ganz deutlich. Anfangs sei die Euphorie noch groß gewesen, erzählt er. Über 30 Firmen beteiligten sich an den ersten Gewerbeschauen. „Diese waren immer sehr gut besucht.“ Aber im Laufe der Zeit sei die Beteiligung der Aussteller immer mehr zurückgegangen. Kaum ein Gewerbetreibender wollte noch diese Art der Werbung mitmachen. „Viele dachten, die gebratenen Tauben würden ihnen auch so direkt in den Mund fliegen“, sagte er.

Nur noch wenige halfen mit

Nicht viel anders sah es laut Dieter Mose beim Weihnachtsmarkt aus: „Anfangs standen die Buden vom Haupteingang der evangelischen Kirche bis zum ehemaligen Schuhgeschäft Wurst.“ Doch auch hier sei das Desinteresse der Aussteller immer größer geworden. „Zuletzt halfen nur noch wenige IGW-Mitglieder mit.“ Es sei aber nicht nur mangelndes Interesse seitens der Geschäftsleute gewesen, warum sich die IGW auflöste, sagte Ulrike Mose. „Ein großes Problem war auch, dass immer mehr Geschäfte in Wabern zu gemacht haben.“

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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