Sängerkreises Schwalmpforte ehrte langjährige Mitglieder – Zahl der Aktiven steigt

Triumvirat statt Chorleiter

Sie stehen für Treue und und aktiven Chorgesang: von links Anna Löwer (60 Jahre, Harmonie Borken), Adolf Norwig (60, MGV Borken), Annemarie Volze (60), Inge Fliege (50), Gabriele Zinn (50), Gisela Klein (40, alle Concordia Trockenerfurth), Johanna Bonn (25, Harmonie Borken), Heidrun Keim (Gem. Chor Schlierbach), Gottfried Kühlborn (25, Eintracht Kleinenglis), Peter Peißig (25), Horst Priester (25), Georg Schwald (25, alle MGV Borken). Foto: Kolms

Trockenerfurth. „Wir haben den negativen Trend der Mitgliederbewegung stoppen können“, sagte Horst Rommel, Vorsitzender des Sängerkreises Schwalmpforte.

In seinem Jahresbericht auf dem Kreissängertag belegte er vor den Delegierten aus 22 Vereinen des Sängerkreises seinen Optimismus mit positiven Zahlen. Waren 2009 insgesamt 575 Sänger im Chorgesang aktiv, so erhöhte sich 2010 die Zahl auf 587.

Ebenfalls von dem positiven Trend profitierte die Zahl der passiven Mitglieder. Von 736 gezählten Passiven im Jahr 2009 stieg deren Zahl 2010 auf 776.

Immer noch ist das Amt des Kreischorleiters vakant. Rommel: „Bisher hat sich niemand dafür bereit erklärt.“ So überbrückt man die leere Stelle mit einem dreiköpfigen Musikausschuss.

Die Vereins-Chorleiterinnen Rutz Fiedler und Heike Lenz-Kutschke haben sich bereit erklärt, in diesem mitzuwirken.

Um den Dritten im Bunde wird noch geworben. „Es kann auch ein Mann sein“, sagte der Kreisvorsitzende leicht schmunzelnd. Allgemein gehe es im ländlichen Bereich mit dem Chorgesang aufwärts, befand Horst Rommel. Dabei verwies er auf Werbung, die beispielsweise einem Verein 30 neue Chormitglieder beschert habe.

Aber vornehmlich seien Konzerte die eigentliche Werbung für den Chorgesang.

Die im vergangenen Jahr aufgeführten Konzerte hätten ein gutes Niveau aufgezeigt, lobte der Vorsitzende die Chöre. „Macht Veranstaltungen, wenn ihr wahrgenommen werden wollt“, sagte er.

Dabei wies er auf das Kreissängerfest am 15. Mai im Borkener Bürgerhaus hin. Landrat Frank-Martin Neupärtl und Bürgermeister Bernd Heßler gaben ihr Votum für den Chorgesang ab. Der Chorgesang als Träger der dörflichen Gemeinsamkeit spende Freude und gewinne wieder Freunde, trotz rückläufiger demografischer Entwicklung, sagte Neupärtl. Daher solle man Schulchöre in die Chormusik einbringen, empfahl er. Daran knüpfte Heßler an: Sängerfeste seien Veranstaltungen, die Engagement entfachen und motivieren helfen.  (zgt)

Quelle: HNA

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