Stadtparlament will Überdachung der Rampen am Bahnhof Treysa

Umbau beginnt nächstes Jahr: Der Bahnhof Treysa wird barrierefrei. Foto: Quehl

Schwalmstadt. Fest steht, dass der Bahnhof Treysa ab 2014 barrierefrei umgebaut wird, doch bei wichtigen Details will Schwalmstadt noch Kurskorrekturen. So soll mit der Bahn und dem NVV darüber verhandelt werden, dass später einmal die Gleisunterführung zum Ulrichsweg hin geöffnet werden kann.

Außerdem will das Stadtparlament, dass die langen Rampenwege für Gehbehinderte überdacht werden.

Auf der Tagesordnung stand das Thema, weil eine Stellungnahme Schwalmstadts zur laufenden Planfeststellung für die Bahnhofsmodernisierung fällig war. Bis 6. November läuft die Frist. Damit geht das Verfahren absolut planmäßig aber eben doch sehr behäbig weiter. Immerhin hatte Schwalmstadt den entsprechenden Vertrag mit der Deutschen Bahn AG (DB AG) bereits im Mai 2011 geschlossen.

Grünen-Sprecherin Margitta Braun warb am Donnerstagabend im Rathaus vor dem Stadtparlament für die zusätzliche Option einer von der Rückseite zugänglichen Unterführung. Dies könne zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Sie sprach vom Bahnhof als „ein Pfund unserer Stadt“, der erfreulicherweise ab 2017 barrierefrei sein werde.

Stadt muss mitfinanzieren

Die DB AG Bahn wird allerdings nur für den Umbau ihrer eigenen Anlagen zahlen, für den Bau der Rampen um das Bahnhofsgebäude herum und zu den Gleisen werden die Stadt und der NVV zur Kasse gebeten. Für die Rampenlösung und gegen die Variante mit Aufzügen hatte sich das Stadtparlament im Frühjahr 2012 ausgesprochen.

Nachverhandelt werden soll nun aber mit der Bahn in Sachen Überdachung der Rampen. Dafür warb auch auch Frank Pfau (FDP). Es sei notwendig, dass diese Zuwegungen für alle, die keine Treppenstufen steigen können, immer schneefrei sind. Erste Stürze vor dem Bahnhof im vorigen Winter würden dies unterstreichen. Außerdem koste eine solche Überdachung nicht wie von der Bahn behauptet 500 Euro pro Quadratmeter, sondern 200 Euro.

Bürgermeister Dr. Näser sagte zu, dass das Thema solle noch einmal geprüft und verhandelt werden. Die ergänzte grundsätzliche Zustimmung zum Bahnhofsumbau wurde einstimmig verabschiedet. HINTERGRUND/WEITERE ARTIKEL

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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