Edermünde: Antrag zur Besser Wasserversorgung vertagt

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Für manche mehr und für andere weniger: Die gesplittete Abwassergebühr wird in Edermünde eingeführt.  jpa

Edermünde. Es wird noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen müssen, bevor der Streit ums Besser Wasser beigelegt sein wird – sollte dieser Fall jemals eintreten.

Derzeit wird das Bürgerbegehren auf seine formale Zulässigkeit geprüft. Die Unterlagen liegen seit vergangener Woche beim Hessischen Städte- und Gemeindebund, sagte Karl-Heinz Färber, Edermündes Bürgermeister, in der Gemeindevertretersitzung. Er beantwortete damit eine Anfrage von Oliver Steyer von den Grünen. Mit einem Ergebnis werde frühestens in einer Woche zu rechnen sein, sagte Färber weiter. Mehr als 1000 Unterschriften gegen den Beschluss die Besser Wasserversorgung an das Gruppenwasserwerk (GWW) abzugeben, waren bei der Gemeinde abgegeben worden.

Der Gemeindevorstand sollte prüfen lassen, wie teuer eine professionelle Vorfilteranlage zur Beseitigung von Eintrübungen wäre. Mit einer solchen Anlage ließe sich weit mehr Wasser als bisher von den Quellen nutzen, argumentierte Steyer. Der Zukauf vom GWW würde so auf ein Minimum reduziert. Der Antrag wurde einstimmig in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen soll aber erst nach einem möglichen Bürgerentscheid beraten werden.

Ums Wasser ging es auch bei der Verabschiedung der gesplitteten Abwassergebühr. Künftig wird die Abwassergebühr nicht mehr nur nach dem verbrauchten Frischwasser berechnet, sondern nach dem Versiegelungsgrad der Flächen. Stichtag der Einführung ist der 1. Januar 2013. Bis dahin muss ein Flächenkataster aller privaten Grundstücke angelegt sein. Alle betroffenen Edermünder werden in den kommenden Wochen und Monaten von der Gemeinde diesbezüglich kontaktiert. Es werde auch eine weitere Bürgerinformation geben, sagte Färber.

„Nicht alles, was aus Brüssel kommt, ist gut“, sagte dazu Werner Seitz von den Freien Wählern. Es werde sicher Einwohner geben, die künftig mehr bezahlen müssten, einige aber auch weniger, sagte Färber. So solle ein Anreiz zur Entsiegelung geschaffen werden, so Färber weiter.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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