Bauern freuen sich über gestiegene Preise

Wolfhagen. Der Sommer war von extremen Wetterlagen gekennzeichnet, aber die Landwirte können eine zufriedenstellende Erntebilanz ziehen. Zwar sei weniger Getreide eingebracht worden als im Vorjahr, doch dafür hätten sich die Preise erfreulich nach oben entwickelt, erklärt der Bauernverband.

Gerste, Triticale, Roggen - die drei Getreidesorten seien noch unter relativ günstigen Erntebedingungen gedroschen worden, sagt Reinhard Schulte-Ebbert vom Bauernverband. Die Weizenernte dagegen sei im Altkreis Wolfhagen zu einem beträchtlichen Teil in die Schlechtwetterperiode gefallen. Qualitätseinbußen waren die Folge, so dass ein Drittel der Ernte nur als Futtergetreide zu verwenden sei. Der Weizen von einigen spät abgeernteten Felder sei nicht einmal mehr dafür zu gebrauchen und lande in der Biogasanlage. „Dafür gibt es dann aber nicht mehr 20, sondern 14 oder 15 Euro“, so Schulte-Ebbert.

Aufgrund globaler Ereignisse wie den Großbränden in Russland und der Ukraine hätten die Getreidepreise deutlich angezogen. Während der Doppelzentner Weizen im vergangenen Jahr noch bei zehn Euro lag, tendiert er gegenwärtig auf 20 Euro zu. „Nach zwei Jahren Niedrigstpreisen ist dieser Preissprung für den Bestand unserer Betriebe absolut notwenig gewesen“, sagt der Bauernverbands-Chef. Auf breiter Front angezogen seien auch die Preise für Futtergerste und Roggen, der hier jedoch nicht so häufig angebaut werde. (ewa)

Quelle: HNA

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