Ehepaar fand Edelpilze

Trüffel auch ohne Schwein

Sie hatten den richtigen Riecher: Andrea und Rolf Fricke fanden beim Pilzsuchen unweit von Fritzlar einige weiße Trüffelpilze. Eigentlich hatten sie Pfifferlinge gesucht, freuten sich aber um so mehr über die seltenen Knollen. Fotos: Zerhau

Fritzlar. Seit vielen Jahren sind Rolf Fricke und Andrea Fricke-Fritsche passionierte Pilzsammler. Jetzt machten sie einen ganz seltenen Fund. In der Nähe von Fritzlar fanden sie fünf weiße Trüffel. Eigentlich standen Pfifferlinge und Butterpilze auf der Liste der zu suchenden Pilze. Dass es dann gerade die Edelpilze waren, erstaunte und erfreute die beiden Sammler umso mehr.

Doch wie findet man eigentlich die seltenen Trüffel? Meistens sind dazu Trüffelschweine oder speziell ausgebildete Hunde erforderlich. Mit dem Thema Trüffel hatten sich Andrea und Rolf bereits seit langer Zeit befasst. Sie wussten genau, in welchen Waldstrukturen zu suchen war. Bei einem der letzten Pilzgänge wurden sie schließlich fündig. Auf einer Fläche von nur einem Quadratmeter fanden sie gleich fünf Trüffel mit einem Gesamtgewicht von 260 Gramm.

Nach Rücksprache mit Dieter Honstraß, Pilzexperte aus Salzgitter, wurde klar, dass es echte Trüffel sind. Die Sammler schickten zur endgültigen Klärung eine Probe nach Niedersachsen. Vorab versandten sie auch Fotos.

Innerhalb von 24 Stunden kamen dann die Expertise und die Artbestimmung. Bei den gefundenen Pilzen handelt es sich um den Mäandertrüffel, eine seltene und schwer zu findende Art. Allerdings hat er nicht den Wert wie andere weiße Trüffel, die das große Geld bringen.

Nach und nach verspeisen

Die Pilzsammler Andrea und Rolf haben den Fund eingefroren und nach und nach als Beilage zu diversen Speisen als Würzpilz beigegeben.

Wie Rolf Fricke sagte, sei er nicht enttäuscht, dass es nicht die ganz edle Art an Trüffeln war. Aber die beiden geben die Hoffnung nicht auf, doch noch den wirklich großen Fund zu machen.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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