Fritzlarer Kinderhilfswerk  kümmerte sich um Erdbebenopfer

Fritzlar. Es sind schlichte Holzhütten, die zwei Zimmer haben. Einfache Häuschen ohne Komfort. Doch für viele der ärmsten Chilenen in der Umgebung der Großstadt Concepcion, die im Februar 2010 durch Erdbeben und Tsunami Häuser, Hab und Gut verloren hatten, bedeuteten sie Rettung vor Obdachlosigkeit.

Die Fritzlarer Stiftung Kinderhilfswerk Global-Care reagierte damals, vor knapp zwei Jahren, schnell auf die Not in Chile, von der 1,5 Millionen Menschen in der pazifischen Küstenregion betroffen waren. Zum ersten Mal organisierte man in dem südamerikanischen Land eine Hilfsaktion. Mit der vergleichsweise geringen Summe von 50 000 Euro, die zur Verfügung stand, stellten sie 34 der Holzhütten auf, in denen insgesamt 200 Männer, Frauen und Kinder Schutz fanden.

Erstmals in Chile

Stiftungsvorsitzender Reinhard Berle besuchte jetzt zum ersten Mal die chilenischen Gebiete, die unter der Katastrophe besonders gelitten hatten. Er traf mit Pastor Alberto Martinez zusammen, der die Hilfe in der Stadt Tome koordiniert.

Berle besuchte Familien, die bis heute in einer der temporären Notunterkünfte leben und sehr dankbar waren für die schnelle Unterstützung.

Spendenkonto:

- Wer die Arbeit des Hilfswerks unterstützen will, kann spenden auf das Konto 212121, BLZ 520 626 01, VR-Bank Schwalm-Eder, Verwendungszweck: 8000-10 Katastrophenhilfe.

Zum Beispiel die blinde Maria: Die ältere Frau hatte durch das Erdbeben ihr Zuhause verloren und kam in einer der Hütten unter. „Danke, dass ihr uns nicht allein gelassen habt“, sagte sie. Sie habe damals vor dem Nichts gestanden, jetzt gehe es langsam wieder aufwärts.

Das bemerkte auch Berle bei seinem Besuch. „Ganze Stadtviertel und Straßenzüge werden zurzeit neu aufgebaut“, berichtete er im Gespräch mit der HNA. Nach dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami mit Superwellen sei in den küstennahen Wohngebieten nur wenig stehen geblieben. „Der Staat ist dort sehr rege, tut etwas“, sagt Berle.

Doch gebe es immer noch sehr viele sehr arme Menschen, und denen wolle Global-Care weiterhin helfen. Darunter seien auch solche, die in Slums lebten und denen man mit wenig finanzieller Unterstützung schon ein gutes Stück weiterhelfen könnte.

Berles Fazit: „Unsere Hilfe ist angekommen. sie hat etwas bewirkt.“

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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