Tschernobylhilfe Burghasungen feierte mit Spiel und Spaß 20-jähriges Bestehen

Brot und Salz als zeichen der Freundschaft: Darja reicht es dem Burghasunger Vereinsvorsitzenden Gerd Appel und dem weißrussischen Komiteevorsitzenden Genadi Koretzki. Foto: zih

Burghasungen. „Das Wolfhager Land ist für viele Mädchen und Jungen aus Weißrussland nicht nur zu einer zweiten Heimat geworden. Mittlerweile ist zwischen den Menschen eine tiefe und zukunftsorientierte Freundschaft gewachsen."

Inna Galenja, die seit Bestehen Erholungsfreizeit für Kinder aus den weißrussischen Regionen Gomel und Vetka als Dolmetscherin dabei ist, traf mit ihrer Aussage den Nagel auf den Kopf. Die Tschernobylhilfe Burghasungen organisiert die Ferien.

Nach dem Reaktorunfall vor 28 Jahren im ukrainischen Tschernobyl schossen in Deutschland vielfältige Hilfsprogramme und -aktionen wie Pilze aus dem Boden, viele davon sind heute vergessen. Nicht so in Burghasungen, wo jetzt das 20-jährige Bestehen der Tschernobylhilfe gefeiert wurde. Beim Festakt dabei waren die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Selbert, Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn, Vetkas Vizebürgermeister Sergeij Konchitz und der für die Erholungsfreizeit verantwortliche weißrussische Komiteevorsitzende Genadi Koretzki. Er und Burghasungens Vereinsvorsitzender Gerd Appel eröffneten das Jubiläumsfest mit einem russischen Zeremoniell - gemeinsamen verzehrten sie Brot mit Salz. Beides gab es anschließend auch für alle Festbesucher.

Im Mittelpunkt der Feier auf dem Gelände der Grillhütte standen die 28 Mädchen und Jungen aus Gomel und Vetka mit ihren Betreuerinnen Galina Syrokwascha, Nina Schakowa und Inna Gelenja. Einige der Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahre genossen zum dritten Mal die gesunde nordhessische Luft und den Aufenthalt in ihren Gastfamilien. Dafür bedankten sie sich mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Die Kinder sangen Lieder aus ihrer Heimat, tanzten, musizierten und hatten für die Besucher eine besondere Überraschung einstudiert. Sie intonierten in deutscher Sprache die Nationalhymne ihres Gastgeberlandes. Für einen besonderen Hingucker sorgte Dolmetscherin Inna Galenja als Bauchtänzerin. Natürlich gab es beim Jubiläumsfest jede Menge deutsche und weißrussische Spezialitäten. Ihre Kreativität bewiesen die Kinder beim Basteln von Geschenken, die sie an die Gäste verschenkten.

Eine Überraschung hatten auch Susanne Selbert und Karsten Kroll von der Kasseler Sparkasse (KSK) mitgebracht. Von der KSK-Stiftung gab es eine 6000-Euro-Spende, die Landkreisstiftung Jugend und Soziales stiftete 3000 Euro.

Von Reinhard Michl

Tschernobylhilfe Burghasungen feiert 20-jähriges Bestehen

Quelle: HNA

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