Tschernobylhilfe Burghasungen sucht noch dringend Gasteltern

Erholung im Wolfhager Land: Die Tschernobylhilfe Burghasungen sucht für drei Kinder Gastfamilien. Von Juli bis August sind wieder zahlreiche Kinder aus der Region Tschernobyl während einer Freizeit im Altkreis. Foto: Archiv/nh

Burghasungen. Der Verein Tschernobylhilfe Burghasungen, der in diesem Jahr auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblickt, hat vom 26. Juli bis 17. August wieder eine Erholungsfreizeit organisiert. Für drei Kinder werden noch dringend Gasteltern gesucht.

Zu Gast sein werden Mädchen und Jungen bis zum 14. Lebensjahr aus der durch den Reaktorunfall 1986 immer noch stark verstrahlten weissrussischen Region Gomel nahe Tschernobyl.

25 Kinder mit ihren drei Betreuerinnen werden erwartet. Für zwei Jungen (neun und 14 Jahre) und ein zwölfjähriges Mädchen werden noch dringend Gasteltern gesucht. Der Verein, der sich ausschließlich durch Spenden finanziert, die dreiwöchige Kinderfreizeit schlägt jeweils mit 10.000 Euro zu Buche, bietet während des Aufenthalts von Montag bis Freitag eine ganztägige Betreuung an, in der übrigen Zeit werden die Mädchen und Jungen in den Gastfamilien leben.

Die Folgen dauern an

Spendenkonten: Tschernobylhilfe Burghasungen:

Kasseler Sparkasse,
Konto-Nummer 1153398082 BLZ 52050353

Raiffeisenbank Wolfhagen. Konto-Nummer 3409120
BLZ 52063550

Vereinsvorsitzender Gerd Appel: „Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen dauern für die Menschen aus den verstrahltenGegenden in Weißrussland und der Ukraine auch nach 28 Jahren weiter an und entfalten erst heute ihre ganze, traurige Wirkung.“ Besonders der Süden Weißrusslands mit den Hauptorten Gomel und Vetka sind bis heute am stärksten von der Katastrophe betroffen. Hier vor allem die Kinder, die unter Schilddrüsenerkrankungen, Problemen mit dem Immunsystem und vielen Arten von Krebserkrankungen leiden. Bisher konnte die Tschernobylhilfe Burghasungen in Kooperation mit dem Partnerverein Küllstedt schon über 1550 betroffenen Kindern eine Erholungsfreizeit in der gesunden nordhessischen Luft gewähren. Gerd Appel: „Nach wissenschaftlichen Untersuchungen steigert ein solcher Aufenthalt bereits die Lebenserwartungen dieser Kinder.“ (zih)

Wer ein Tschernobylkind für drei Wochen aufnehmen will, kann sich melden bei: Gerd Appel, Brunnenstraße 6, Zierenberg, Tel. 05606 / 99 37 oder August Reinbold, Christiansweg 20, Wolfhagen-Altenhasungen, 05692 / 41 16.

 

Quelle: HNA

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