Gudensberger Bulldog-Schau lockte hunderte Besucher an

Gudensberg. Rund um den alten Gudensberger Sportplatz ging am Samstag kein Stein mehr zur Erde und wer für sein Vehikel – sei es auch noch so klein – eine Parklücke suchte, der suchte vergebens. Denn selbst auf den Grünanlagen hatten ganz Kesse ihre fahrbaren Untersätze abgestellt.

Auch die 26. Auflage des Gudensberger Bulldogfestes mit seiner weit übers Land hinaus beliebten Oldtimer-Schau entwickelte sich trotz des durchwachsenen Wetters zu einer Erfolgsgeschichte. In Trauben waren die Liebhaber schöner alter Schätzchen auf dem Gelände mit dem Duft nach Diesel und Öl und den typischen satten Motorengetucker unterwegs, um zu schauen und zu staunen.

Als Aussteller mit von der Partie war auch Ludwig Sänger aus Rohden. Seit 20 Jahren ist er Mitglied im Bulldog-Club Nordhessen. 13 alte Schlepper aller Fabrikate und alle original restauriert nennt Ludwig Sänger inzwischen sein Eigen. Heuer hatte er einen Junkers Zweitakt-Gegenkolben als interessantes Anschauungsobjekt im Gepäck. Dazu – ebenfalls aus dem Hause Junkers- einen Traktor Baujahr 1941.

Während die einen die Treckerschau als Marktplatz für seltene Ersatzteile, Schraubwerkzeug oder Kauf einer schicken Rennfahrerbrille nutzten, maßen die anderen die Kräfte ihrer Maschinen beim Schlepper abschleppen eines Lkw nach Zeit. 21 Sekunden hatte Lars Conrad aus Bebra mit seinem 40PS-starken MAN- 4 R 2 gebraucht. „20 Sekunden“, sagt er, „hätte ich mir gewünscht.“

Eine weitere Attraktion und richtig was fürs Auge bot auch die Sonderausstellung. Insgesamt 30 Traktoren der Kultmarke Schlüter warteten auf die Besucher. Darunter ein ganz besonderes Stück, der Schlüter 3500 von Edgar Reuscher. Aus dem Westerwald ist er mit seinem Schlepper angereist. Nur vier Stück dieser Profi-Trucks wurden einst gebaut. Heute gibt es nur noch zwei davon. Wie Erwin Döhne, Vorsitzender der Schlüter-Freunde Nordhessen erklärte, zeichnet ihn dank der acht Monsterräder und 490 PS seine Wendigkeit aus. (zrf)

Quelle: HNA

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