Die Türen bleiben zu: Möbel Dickhaut endgültig geschlossen

Geschlossen: Die Eingangstüren zum Einrichtungshaus Möbel Dickhaut sind verschlossen. Fotos: Yüce

Homberg. Das Aus für das Möbelhaus Dickhaut ist endgültig besiegelt: „Wir haben den Betrieb jetzt geschlossen“, sagt Insolvenzverwalter Hans-Jörg Laudenbach. Damit sind die Türen des insolventen Homberger Unternehmens nach über 270 Jahren endgültig geschlossen.

Zerschlagung des Betriebs, Leerstand, Räumungsverkauf oder Wiedereröffnung durch einen Konkurrenten – wie es mit dem Gebäude weitergehen wird, stehe noch nicht fest, sagt der Gießener Jurist. „Zwei Angebote liegen vor“, fügt er an.

Gläubiger entscheiden

Entscheiden werde darüber die Gläubigerversammlung am Dienstag, 25. Oktober. Drei Möglichkeiten haben die Gläubiger laut Insolvenzverwalter:

• Der Betrieb bleibt geschlossen, wird zerschlagen und es gibt einen Ausverkauf.

• Sie entscheiden sich für das Angebot eines Verwertungsunternehmens. „Dieses Unternehmen hat auch Interesse daran, die Immobilie zu kaufen.“ Sollte es dazu kommen, sei davon auszugehen, dass auch wieder Möbel in dem Gebäude verkauft werden, denn es gebe Nutzungsbeschränkungen.

• Oder sie entschließen sich für das Angebot eines Konkurrenzunternehmens aus der Region. Das Möbelunternehmen sei aber nicht aus dem Schwalm-Eder-Kreis, sagt Laudenbach. „Es würde dann vermutlich keinen Ausverkauf geben und das Unternehmen würde am Standort neu eröffnet“, fügt er an.

Laudenbach geht davon aus, dass das Unternehmen nicht zerschlagen wird. Doch eine endgültige Entscheidung werde erst am Mittwoch getroffen.

Mitarbeiter untergebracht

Insgesamt 34 Mitarbeiter waren beim Einrichtungshaus Möbel Dickhaut beschäftigt. Ihnen wurde gekündigt. „Etwa Dreiviertel von ihnen haben eine neue Beschäftigung gefunden“, sagt Laudenbach. Die meisten davon in andern Möbelhäusern der Region. So gebe es nicht nur die schlechte Nachricht der Schließung. „Es ist ein Erfolg, dass so viele Mitarbeiter es geschafft haben und eine neue Stelle gefunden haben“, sagt Laudenbach.

Quelle: HNA

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