Nach Stillstand: Melsunger Turbine erzeugt wieder Strom

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Fuldawasser wurde ausgesperrt: Für die Arbeiten an der Kette des Rechens musste das Wasser abgelassen werden.

Melsungen. Für einige Wochen fehlte der Melsunger Turbine das durchrauschende Fuldawasser, um Strom zu erzeugen. Grund für den Stillstand war eine abgesprungene Kette am Rechen. Somit ließ sich der Rechen, mit dem im Wasser treibender Unrat beseitigt wird, nicht mehr bewegen.

Seit Mitte Januar konnte die alte Kaplan-Turbine, die in Spitzenzeiten bis zu 130 Kilowatt Strom in der Stunde erzeugen kann, keinen Strom ins Netz liefern.

Die lange Zeit bis zur Reparatur der Rechenkette hat zwei Gründe, erklärt Martin Dohmann, Technischer Betriebsleiter der Melsunger Stadtwerke. Zum einen seien weder bei Hochwassergefahr noch bei Eisgang solche Arbeiten möglich; zum anderen hätten Holzbohlen nachbestellt werden müssen, um damit eine Spundwand zu errichten. Nur mit dieser war es möglich, den gesamten Einlaufbereich wasserfrei zu bekommen, damit Mitarbeiter des Bauhofes und Elektriker dort trockenen Fußes arbeiten konnten.

Die alte Turbine aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde Mitte der 90er-Jahre generalüberholt. Wesentlich jünger sind der Rechen und der Generator.

Um die ganze Turbinen-Anlage neben der Schleuse am Wehr kümmert sich Stadt-Elektriker Wolfgang Kothe – „mit großem Engagement“, wie Martin Dohmann betont. (bmn)

Quelle: HNA

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