Ausbau der Krippenplätze sorgt für bessere Zusammenarbeit

U3-Betreuung bietet Chance für Tagesmütter

Schwalm-Eder. Der Ausbau der Krippenplätze wirkt sich nicht so negativ auf die Kindertagespflege im Landkreis aus, wie befürchtet. Das bestätigt jetzt Gisela Kuhnert, Leiterin des Tagespflege-Servicebüros Schwalm-Eder.

126 Tagesmütter sind derzeit im Landkreis aktiv. Sie betreuen in der Regel drei bis fünf Kinder. „Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen bei Tagesmüttern stagniert“, sagt Gisela Kuhnert. Mit der Einführung des gesetzlichen Anspruchs auf die U3-Betreuung und dem Ausbau der Krippenplätze war jedoch mit einem Einbruch der Nachfrage gerechnet worden. Vor dem 1. August hatten Eltern wegen fehlender Krippenplätze oft keine andere Möglichkeit, als ihr Kind von einer Tagesmutter betreuen zu lassen.

Doch Kuhnert sieht den Ausbau auch als Chance für die Kindertagespflege. Vor allem hinsichtlich dessen, wie die Tätigkeit der Tagesmütter in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Sie hat festgestellt, dass sich die Zusammenarbeit mit den Kommunen und Betreuungseinrichtungen verbessert hat, seit Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf eine U3-Betreuung haben. Durch Veranstaltungen und Informationsmappen, die in Krippen ausliegen, mache man Eltern auf die Wahlmöglichkeit bei der Betreuung aufmerksam. Ein Problem ist laut Kuhnert, dass viele Eltern der Meinung sind, Kindertagespflege sei nicht finanzierbar. Doch die Unterbringung eines Kindes bei einer Tagesmutter werde vom Landkreis genauso bezuschusst wie ein Krippenplatz von der Kommune.

Der Vorteil der Kindertagespflege ist, dass sie sehr flexibel sei, sagt Karin Wagner, Leiterin des Jugendamtes im Landkreis. „Ich glaube nicht, dass es einen großen Einbruch gibt“, sagt Wagner. Die Kindertagespflege sei ein wichtiges Angebot, um Eltern bei der Kinderbetreuung zu unterstützen.

Mehr dazu in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare