Ute Sinn referierte beim 53. Frühstücktreffen in der Kulturhalle vor 160 Frauen aus der Region

Über das Strahlen in der Welt

Betrachtung: Ute Sinn sprach in der Kulturhalle in Ziegenhain. Foto: Decker

SCHWALMSTADT. „Wer gibt mir Wert?“ - Unter diesem Motto trafen sich am Samstag gut 160 Frauen in der Kulturhalle Ziegenhain. Eingeladen hatte der Verein Frühstückstreffen für Frauen.

Organisatorin Simone Lengemann (49) begrüßte die Gäste mit den Worten: „Heute ist sowieso kein Wetter, um im Garten zu arbeiten. Wie schön, dass wir Zeit für uns und für andere haben können.“

Das Vorbereitungsteam, bestehend aus 20 Frauen, hatte den Raum frühlingshaft geschmückt, für Kaffee und Kuchen gesorgt, einen Büchertisch bestückt und ein ansprechendes Programm organisiert. Der Gospelchor „Song of Joy“ aus Verna eröffnete das 53. Frühstückstreffen für Frauen.

Ute Sinn, Künstlerin mit einem Diplom für Angewandte Psychologie, stellte das Bild „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ von Jan Vermeer in den Mittelpunkt. Auf diesem um 1665 gemalten Porträt sind die großen Augen des abgebildeten Mädchens das Besondere. Diese Augen sind für Ute Sinn das Gegenüber des Perlenohrrings, was sie zum Anlass nahm, mehrere Sprüche ihrer Großmutter zu zitieren: „Die Augen reden mächtiger als die Lippen“, „Hebe die Augen auf, und du wirst die Sterne sehen“ und „Man glaubt einem Auge mehr als zwei Ohren“. Ute Sinn erzählte, sie selbst habe versucht, die Augen dieses Mädchens nachzumalen, jedoch sei es ihr nicht gelungen.

Die Künstlerin stellte ihren Versuch den Frauen vor. Ihr Mann habe sie aber darauf gebracht, was an den von ihr gemalten Augen nicht stimme. Es seien ihre eigenen Augen, die sie gemalt habe, keine Kinderaugen, sondern Erwachsenenaugen. Rückblickend auf ihre eigene Kindheit, sagte sie, ihr sei lange vermittelt worden, dass sie hässlich und dumm sei und eben nur ein Mädchen. Erst später habe sie erfahren, dass Gott sie mit anderen Augen ansehe.

„Jede Frau ist in Gottes Augen eine Perle.“

Ute Sinn

Die Referentin wertete die persönliche Gottesbegegnung so, dass sie nun den unbefangenen Kindesblick wieder zulassen könne. Der strahlende Ohrschmuck und der Blick des Kindes zeigten das Strahlen der Welt. Sie sehe Gott deshalb als einen „Meistermaler“. „Jede Frau ist in Gottes Augen eine Perle“, endete die Referentin.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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