Überfall in der Nacht: 21-Jähriger muss über zweieinhalb Jahre ins Gefängnis

Schwalmstadt. Wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilte das Schöffengericht am Amtsgericht in Treysa einen 21-Jährigen aus dem Altkreis Ziegenhain zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Ende Januar gemeinsam mit einem unbekannten Täter in Treysa zwei junge Männer überfallen, sie körperlich misshandelt, mit einem Taschenmesser bedroht und einem der beiden zehn Euro und eine Dollarnote gestohlen hatte.

Die beiden Zeugen im Alter von 22 und 23 Jahren traten vor Gericht als Nebenkläger auf. Durch den Übergriff hatten sie Prellungen und Platzwunden davongetragen.

Trotz mehrmaliger Belehrungen und des Verweises auf die seiner Schilderung entgegenstehenden Zeugenaussagen, beharrte der bereits strafrechtlich in Erscheinung getretene Angeklagte bis zuletzt darauf, die Tat allein begangen zu haben. Er räumte ein, den Überfall unter dem Einfluss von Alkohol und Cannabis begangen zu haben. Einige Stunden zuvor habe er mit Anderen Alkohol konsumiert und sich dann im Streit von seiner Freundin getrennt, woraufhin er allein in Treysa unterwegs gewesen sei und gekifft habe.

Die Tat habe sich aus einer seinerseits begonnenen Pöbelei ergeben. Es sei nicht sein Plan gewesen, Geld zu fordern. Das Messer habe er unbewusst mit sich geführt. Er habe einen Zeugen geschubst, dieser sei hingefallen und wieder aufgestanden.

Im Verlauf weiterer Handgreiflichkeiten habe er selbst eins auf die Nase bekommen, das Geld eines der Zeugen genommen und ihm die Geldbörse ins Gesicht geworfen.

Die beiden Zeugen sagten aus, nach einer Tour mit Freunden durch Treysaer Lokale in den frühen Morgenstunden auf dem Heimweg gewesen zu sein, als sie bemerkten, dass ihnen jemand folge.

Zwei Personen hätten sie von hinten angegriffen, zu Boden geworfen, auf sie eingeschlagen und sie unter Gewaltandrohung aufgefordert, ihr Geld herauszurücken. Erkannt hätten sie den Angeklagten. Zum zweiten Täter könnten sie nur vage Angaben machen.

Eine 19-Jährige berichtete, sie sei mit dem Angeklagten verlobt. Die Verhaftung ihres Verlobten habe sie von der Wohnung einer Freundin aus gesehen.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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