Dieter Rembde und Karl-Heinz Gräser wurden verabschiedet

Duo war 47 Jahre Vorstand bei der VR-Bank Schwalm-Eder

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Sie übergeben den Staffelstab: Dieter Rembde (rechts) und Karl-Heinz Gräser (2. von rechts) vom Vorstand der VR-Bank Schwalm-Eder mit ihren Nachfolgern Anja Kukuck-Peppler und Stefan Kördel.

47 Jahre waren Dieter Rembde und Karl-Heinz Gräser bei der VR-Bank Schwalm-Eder. Jetzt wurden die beiden Vorstände verabschiedet.

Schwalm-Eder. Die größte technische Errungenschaft war das Telefon und Zinsen wurden noch mit der Hand berechnet. Es folgten mechanische Rechenmaschinen und als der erste Computer eingeführt wurde, war das eine kleine Revolution. Wenn Dieter Rembde aus Fritzlar und Karl-Heinz Gräser aus Gensungen von ihrem Berufsanfang erzählen, dann ist das wie eine kleine Zeitreise. 47 Jahre waren beide bei der VR-Bank Schwalm-Eder beschäftigt - am Montag hatte die Vorstandskollegen ihren letzten Arbeitstag.

Gräser war seit 1990 im Vorstand, Rembde seit 1988. Beide haben jetzt bei den Vertretern und Mitarbeitern der Bank ihre „Bewerbung als Ruheständler“ abgegeben. Darin machen sie klar, dass sie die Stärken mitbringen, die sie für diesen nächsten Karrieresprung benötigen. Ihre Bewerbung sei als Vertrauensbeweis zu sehen. „Es passt jetzt. Wir gehen“, sagt Dieter Rembde. „Es war eine spannende Zeit, auch wenn es nicht immer einfach war“, fügt Gräser.

1968 machte Rembde eine Lehre bei der Volksbank Fritzlar. „Eine Mini-Bank, direkt am Marktplatz: mit zwölf Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 15 Mio. Mark.“

Gräser hat bei der Raiffeisenbank Gensungen gelernt. „Langsam entwickelte sich die Raiffeisenbank weg vom Warengeschäft hin zum Finanzinstitut“, erinnert er sich.

Später haben sie die Fusionen der Banken begleitet und waren 1998 maßgeblich am Zusammenschluss der VR-Banken Fritzlar, Homberg und Melsungen beteiligt. „Die Finanzmarktkrise hat uns richtig durchgeschüttelt“, sagt Rembde. In der schwierigen Zeit seien er und Gräser zu guten Vorstandspartnern geworden. „In der Strategie sind wir uns immer einig, in Sachthemen aber durchaus unterschiedlicher Meinung.“ Es sei ihnen gelungen, eine erfolgreiche Bank aufzustellen.

Jetzt freut sich der Italien-Fan Rembde auf einen Cappuccino in Venedig sowie mehr Zeit mit seinen zweijährigen Zwillings-Enkeln. Gräser will die neue Freizeit verstärkt der Familie widmen außerdem plant der Hobby-Handwerker eine Trockenmauer aus Sandsteinen zu bauen.

„Wir übergeben den Staffelstab in jüngere Hände“, so Rembde. Anja Kukuck-Peppler (44) übernimmt seine Aufgaben und Stefan Kördel (50) die von Gräser.

Während Rembde Schlagworte wie den demografischen Wandel und die Digitalisierung nennt und sagt, dass vor den Nachfolgern schwierige Aufgaben liegen, fasst es Kördel so zusammen: „Es wird anders.“ Doch das sei schon immer so gewesen.

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Quelle: HNA

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