Gert Schramm berichtet aus Autobiographie

Vom Überleben im KZ Buchenwald

Trutzhain. „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Mein Leben in Deutschland“: Das ist der Titel der Autobiographie von Gert Schramm (Eberswalde), aus der Theodor Hoffmeyer am Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, im Seminarraum der Gedenkstätte und Museum Trutzhain liest.

Gert Schramm wurde 1928 als Sohn einer Deutschen und eines schwarzen US-Amerikaners in Thüringen geboren.

In die behütete Kindheit brach bald die Allgegenwart des Nationalsozialismus ein: Eine Berufsausbildung wurde ihm auf Grund der Nürnberger Rassengesetze verweigert. 1944 verhaftete die Gestapo den 14-jährigen und brachte ihn nach Aufenthalten in verschiedenen Gestapo-Gefängnissen schließlich ins Konzentrationslager Buchenwald. Die Haft überlebte der Autor nur dank der Courage von Mitgefangenen.

Seit Gert Schramm nach der deutschen Vereinigung von Neonazis bedroht wird, engagiert er sich aktiv in der Aufklärungsarbeit gegen Rechts – seine Erinnerungen sind ein eindringliches Zeugnis gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Der Autor steht nach der Lesung zum Gespräch zur Verfügung. (jkö)

Quelle: HNA

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