Wartung und Lampenaustausch aus einer Hand

Eon übernimmt die Straßenbeleuchtung in Jesberg

Jesberg. Die Jesberger Straßenbeleuchtung wird für einen Preis von einem Euro für zehn Jahre an den Energieversorger Eon übereignet. Dafür sprachen sich die Gemeindevertreter am Montagabend bei einer Enthaltung einstimmig aus.

Während dieser Zeit muss der Stromriese die Lampen austauschen, die Masten warten und erneuern sowie den Strom liefern. Dafür bezahlt die Gemeinde jährlich 40.410 Euro.

Hintergrund des Lichtlieferungsvertrages mit der Eon ist nach Darstellung von Bürgermeister Günter Schlemmer, die Auflage, dass bis spätestens 2015 die Straßenbeleuchtung mit Energiesparlampen ausgerüstet sein muss.

Nach Angaben von Schlemmer würde es die Gemeinde mehr Geld kosten, die 513 Leuchten und Masten in der Kellerwaldgemeinde auf eigene Rechnung auszutauschen sowie die Masten auf Standfestigkeit zu überprüfen.

„Das Gesamtpaket von Stromlieferung und dem Austausch der Lampen der Eon ist günstiger für uns“, lautete sein Fazit.

Vorteilhaft sei auch, dass die Gemeinde nach zehn Jahren die Straßenbeleuchtung wieder zurückkaufen kann. Der Kaufpreis: ein Euro.

Dem wollte Martin Burberg (Grüne) nicht ohne weiteres zustimmen. Er wollte die Kosten des Komplettpakets aufgeschlüsselt haben. Unter anderem sei durch den jährlichen Pauschalpreis kein Anreiz gegeben, Strom zu sparen und damit den CO2-Ausstoß und den Anfall von Atommüll zu vermindern. Nicht geregelt seien auch die Folgen von veränderten Beleuchtungszeiten.

Dem widersprach Bürgermeister Schlemmer. Zum einen sei es laut Vertragsentwurf möglich, die Zeiten, während der die Lampen brennen, zu ändern. „Hier haben wir Mitsprache und Gestaltungsspielraum.“ Zum anderen habe die Gemeinden mit der Eon einen Liefervertrag über Ökostrom. Die Mehrheit der Gemeindevertreter sprach sich für den Vertrag aus. (ras)

Quelle: HNA

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