18-Jähriger wegen Körperverletzungen zu einer Woche Dauerarrest verurteilt

Urteil: Eine Woche Dauerarrest wegen gefährlicher Körperverletzung

Schwalmstadt. Weil er auf einer Geburtstagsparty zwei Gäste verprügelt hatte, wurde ein 18-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Treysaer Amtsgericht verurteilt.

Zudem stand der vor Gericht nicht unbekannte junge Mann wegen Körperverletzung vor Gericht, weil er wenige Monate zuvor mit einer Krücke einen Mann blutig geschlagen hatte. Der Verurteilte muss für eine Woche in Dauerarrest.

Im November vergangenen Jahres hatte der Verurteilte auf der Geburtstagsfeier eines Freundes aus dem Altkreis zwei Gäste verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um die 17-jährige Schwester des Freundes und deren jetzigen Freund. Anfängliche Späße unter Freunden und Bekannten schlugen im Verlauf der Geburtstagsfeier in eine handgreifliche Auseinandersetzung um.

Die 17-Jährige wurde vom Angeklagten, der zum Tatzeitpunkt alkoholisiert war, auf den Oberschenkel und in die Seite geschlagen. Sie trug Hämatome davon. Ihr 22-jähriger Freund schritt ein, woraufhin der 18-Jährige ausrastete und den 22-Jährigen mehrmals mit der Faust schlug. Er schlug so heftig zu, dass dieser den Halt verlor, gegen ein Hängeregal stieß und dabei Kopfverletzungen sowie ein blaues Auge davon trug.

Neben dieser Tat wurde dem gebürtigen Frankfurter ebenfalls zur Last gelegt, im Mai 2010 in Frankfurt einen Mann mehrmals mit einer Krücke geschlagen zu haben. Auch dabei stand er unter Alkoholeinfluss.

Während sich der Angeklagte im Hinblick auf den Vorfall auf der Geburtstagsfeier einsichtig zeigte und sein Verhalten bedauerte, berief er sich bei der Körperverletzung in Frankfurt auf Notwehr. Die Forderung eines Jugendarrestes seitens der Staatsanwaltschaft hielt er für überzogen.

Der 18-Jährige sagte aus, nach einer zwei Wochen zurückliegenden Operation am linken Sprunggelenk, auf Krücken mit einem Kollegen in der Stadt unterwegs gewesen zu sein. Umringt von einer Gruppe von fünf Personen, sei es zu einer Auseinandersetzung mit einem aus der Gruppe gekommen.

Dieser, ebenfalls alkoholisierte Mann, habe ihn am Kragen gepackt. Er habe sich bedroht gefühlt und den Mann von sich weggestoßen. Dabei sei er selbst zu Boden gefallen: „Ich kann mir nicht erklären, woher seine Kopfverletzung kam“, sagte der Angeklagte.

Staatsanwalt und Richter sahen in der Tat des Angeklagten keine Notwehr. Laut des Polizeiberichtes aus Frankfurt habe es an einer der Gehhilfen eindeutige Blutspuren gegeben. Auch sei sich der Angeklagte des Ernstes der Tat nicht bewusst, sagte der Richter. Zudem stehe er nicht zum ersten Mal vor Gericht.

Beleidigung, Bedrohung, gefährliche Körperverletzung - das Gericht sah eine eindeutig gewalttätige Tendenz im Verhalten des Angeklagten und verurteilte ihn nach dem Jugendstrafmaß zu einer Woche Dauerarrest. (zhk)

Quelle: HNA

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