Kunstverein Neue Brücke: 13 Mitglieder stellen Werke im Museum der Schwalm aus

Übung macht die Meister

Bilder, Plastiken und Fotos: Bis Ende des Monats sind Werke von diesen Mitgliedern des Kunstvereins Neue Brücke im Ziegenhainer Museum zu sehen, am Sonntag war Ausstellungseröffnung. Foto: Rose

Ziegenhain. Gemälde in Öl und Acryl, Aquarelle und Pastellzeichnungen sowie Plastiken und kunstvolle Fotografien sind bis Ende des Monats im Museum der Schwalm in Ziegenhain zu sehen: 13 Mitglieder des Kunstvereins Neue Brücke zeigen dort ihre Werke. Gestern war vor vollen Reihen Ausstellungseröffnung. Konzipiert worden war die Schau von Museumsleiter Konrad Nachtwey zusammen mit dem Vorsitzenden des Kunstvereins, Diethard Bersch.

Nachtwey stellte die Künstler und den Verein in gewohnt launiger Art und Weise kurz vor: Alle Mitglieder vereine die Freude am Sehen und an den Farben. Talente seien naturgemäß unterschiedlich ausgeprägt. Die Werke seien gegenständlich, manche naturalistisch, andere figurativ unbestimmt, „aber die Begeisterung aller ist die Klammer“. Jedes verkaufte Bild steigere das Selbstwertgefühl, sei Lohn für die Arbeit. Zugegeben, einen Van Gogh gibt es nur alle hundert Jahre. Aber Künstler würden eben auch nur dann besser, kraftvoller und überzeugender, wenn sie üben, üben, üben“, sagte der Experte. Und Kritik sei oft auch das nötige Salz in der Suppe.

Kritik dosierte Nachtwey sparsam – „wenn ich Größen vorgebe, wäre es schön, wenn Sie sich auch daran hielten“ – dafür gab es vollmundiges Lob. Barbara Bersch etwa attestierte er ein Faible für Naturgewalten. Bei Diethard Bersch sei die Freude am Fachwerk erkennbar. Ein Kaleidoskop an Farben entdeckte er bei Sieglinde Berends. Bei Helmut Brenzels „Brücke mit Skyline“ sprach ihn die Farbigkeit an.

Verhältnis zum Licht

Stimmungsvolle heimatliche Impressionen steuere Anita Dörrbecker zur Ausstellung bei. Und in Helmut Fälbers Werken spiegelten sich ausgefallene, antike Erinnerungen wider. Anna Jäckel erfreue das Auge der Betrachter mit lebensbejahenden Dorfidyllen. Das besondere Verhältnis zu Licht und sakralen Räumen hob Nachtwey bei den Bildern von Elke Kaufmann hervor während er in Jutta Kobers Werken die Liebe zur Wahlheimat und das Biotop Wallgraben entdeckte.

Die innige Verbundenheit zur Welt der Bankenmetropole sei in Roswitha Langes Bildern erkennbar. Richy Liebner „wohl der einzige hier, der Salvador Dali persönlich kennen lernte“ – stehe für exklusiven Farbenrausch und monochrome Verbeugungen. Verblüffende Fotos, die man für Malerei halten könnte, stammten von Hans Reitz. Und Erika Schneider verbinde in ihren Bildern Fernweh und Abendstimmung. „Lernen Sie in dieser Ausstellung neu sehen – auch hier macht Übung den Meister“, empfahl Nachtwey.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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