Übungseinsatz der Feuerwehren aus Dörnberg und Ehlen

Habichtswald. Vier Feuerwehrfahrzeuge brausen am Mittwochabend mit Blaulicht durch Dörnberg. Auf und neben der Straße nach Zierenberg stehen und liegen Autowracks. Was zunächst wie ein schlimmer Verkehrsunfall aussieht, ist zum Glück nur eine Übung.

Die Freiwilligen Feuerwehren der Habichtswalder Ortsteile Dörnberg und Ehlen übten gemeinsam einen Rettungseinsatz, bei dem ein Verletzter aus einem Unfallwagen geborgen werden musste. Da die Straße wegen einer Baustelle zurzeit ohnehin für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, nutzten die Feuerwehren die Gelegenheit. Wer an dem Abend dennoch hindurch wollte, wurde ausnahmslos zum Umdrehen aufgefordert.

„Wir schaffen zuerst einen Arbeitsraum von etwa fünf Metern im Umkreis um den Unfallwagen“, erklärt Alwin Siebeneichner, der Wehrführer aus Dörnberg. „In diesem Bereich halten sich nur die Leute auf, die direkt am Fahrzeug arbeiten.“

Erste Phase der Rettung: Mit dem hydraulischen Spreizer wird die Fahrertür geöffnet.

Um diesen Bereich wird ein zweiter Kreis von zehn Metern Durchmesser gezogen. In dieser Zone werden alle Rettungswerkzeuge bereitgelegt und es halten sich die Einsatzkräfte auf, die momentan keine direkte Aufgabe haben. „So muss man nicht lange im Rüstwagen nach dem Werkzeug suchen und der Einsatzleiter hat immer den Überblick über die verfügbaren Leute, die er dann für verschiedene Aufgaben einteilt“, fügt Siebeneichner hinzu.

Grundsätzlich werden die Feuerwehrleute bei solchen Einsätzen in drei Gruppe aufgeteilt: Der Angriffstrupp arbeitet direkt am Fahrzeug, der Wassertrupp sichert die Unfallstelle ab und der Schlauchtrupp kümmert sich um das Werkzeug.

Feuerwehren aus Dörnberg und Ehlen üben

Mit System: Zu allererst werden die benötigten Werkzeuge bereitgelegt.

Zunächst wurde hier die Fahrertür des Unfallwagens mit einem hydraulischen Spreizer aufgestemmt. Dabei war es schwierig, nicht nur das äußerste Blech der Tür abzureißen. Danach kam die Rettungsschere zum Einsatz, um das Dach des Wagens abzutrennen. Mit einem hydraulischen Stempel wurde der eingedrückte Türrahmen ausgeweitet. Schließlich konnte der Verletzte – gespielt von einem Mitglied der Feuerwehrjugend – auf das Spineboard, eine Rettungstrage, geschnallt und herausgehoben werden. Zwischendurch wurde die Übung immer wieder unterbrochen. Die einzelnen Schritte wurden besprochen und dasweitere Vorgehen festgelegt.

„Unfallautos explodieren übrigens so gut wie nie“, sagt Siebeneichner zum Schluss. „Ich bin seit über 30 Jahren bei der Feuerwehr und habe das nur ein einziges Mal erlebt.“

Quelle: HNA

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