Ufholz ist neue Pfarrerin für Leckringhausen und die Kolonien

Offen und von ansteckender Fröhlichkeit: Katharina Ufholz (31) ist neue Pfarrerin in Leckringhausen und den Wolfhager Kolonien (Pfarrstelle Wolfhagen III). Foto: Lehmann

Wolfhagen. Erst seit zwei Wochen hat Katharina Ufholz wieder deutschen Boden unter den Füßen. Doch Zeit für Erholung nach einem Jahr Arbeiten in Estland bleiben der 31-Jährigen nicht: Am Mittwoch hat ihr Dienst als Pfarrerin für Leckringhausen, die Kolonien und einen Teil Wolfhagens begonnen.

Der Pfarrbereich Wolfhagen III ist ihre erste Pfarrstelle in der Landeskirche und eine spannende noch dazu. Denn Katharina Ufholz hat sich schon während ihrer Ausbildung mit den Hugenotten beschäftigt, in Leckringhausen will sie nun auf Spurensuche gehen, schauen, was von der Geschichte, den Traditionen der Glaubensflüchtlinge bis heute lebendig ist.

Land und Leute in ihrer neuen Heimat hat die junge Pfarrerin in den wenigen Tagen im Wolfhager Land schon ein wenig kennen gelernt. „Mit dem Dekan bin ich rumgefahren, er hat mir alles Wichtige gezeigt. Jetzt erwandere ich mir die Stadt.“ Wandern zählt ohnehin zu den Leidenschaften der 31-Jährigen. Trecking-Urlaub war schon oft angesagt: „Alles auf dem Rücken zu tragen, was man braucht, und frei zu sein, das ist ein tolles Gefühl.“ Natur und Landschaft haben sie in Irland am meisten fasziniert - jetzt gehört auch Estland zu den Favoriten.

In Estland war Katharina Ufholz nach ihrer Ordination für ein Jahr in der St.Johannes-Gemeinde in Haapsalu, einer kleinen Stadt an der Westküste eingesetzt, lernte die Sprache, hielt Andachten und Gottesdienste, half im Gemeindebüro, engagierte sich in der Kirchenmusik. Und entdeckte noch eine neue Liebe - den estnischen Dudelsack, kleiner als sein bekannter schottischer Kollege, aber nicht weniger leicht zu bedienen. Doch das hat die musikbegeisterte Pfarrerin gelernt, nun wartet sie, dass das bestellte Instrument im Wolfhager Pfarrhaus eintrifft. Mit Freunden, die traditionelle Musik mögen, hat sie sich schon zum gemeinsamen Musizieren verabredet. Dann wechselt die Pfarrerin vielleicht auch zur irischen Flöte oder zur Gitarre. Natürlich greift Ufholz auch in die Tasten von Klavier und Orgel (C-Prüfung im Jahr 2001) und singt gerne und viel.

Mit Musik hat auch der Weg der ansteckend fröhlichen Frau zur Kirche begonnen. Schon als Kind leitete sie einen Flötenkreis, lernte mit zwölf Jahren Orgel, spielte auch schon in Gottesdiensten. „Aber da habe ich noch nicht an den Pfarrberuf gedacht.“ Diese Entscheidung habe sie erst in der zwölften Klasse getroffen. Die Gründe dafür begleiten bis heute ihre Arbeit: Neugierig auf Menschen ist sie, und erwartungsfroh geht sie in jeden Tag. Katharina Ufholz startet mit Elan und ungebremstem Optimismus in ihre neue Aufgabe.

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

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