Umbau des Borkener Hallenbades: Physiotherapie-Praxis startet

Das große Becken im Borkener Hallenbad bietet viele Möglichkeiten zum Entspannen: Kinder können toben, Erwachsene schwimmen – und viele Angebote zur Wassergymnastik wahrnehmen. Virgina und Amy Goldmann und Sarah Semmler (von links) haben jedenfalls ihren Spaß. Fotos:  Brandau

Borken. Man kann die Bauarbeiten am Borkener Hallenbad weder übersehen noch überhören: Da, wo sich früher das Solarium und die ehemalige Milchbar befanden, entsteht die Krankengymnastikpraxis von Désirée Bogie.

Die Neuentalerin siedelt sich direkt an ihrem wichtigsten Arbeitsplatz an: dem Wasser.

Bogie bietet schon seit langem Wassergymnastikkurse und Gesundheitstraining im Wasser an. Bald wird sie kurze Wege von ihrer Praxis zum Becken haben, denn spätestens im Mai will sie ihren Betrieb am neuen Standort eröffnen.

Die Stadt Borken sieht es mit Freude. Sie will das Hallenbad aufwerten und attraktiver gestalten. Und vor allem will sie es erhalten. „Wir stemmen uns damit gegen den Trend vieler Städte, die aus Kostengründen ihre Bäder schließen“, sagt Rolf Bahlburg, Leiter des Fachbereichs Hochbau in der Stadtverwaltung.

Die neue Praxis von Désirée Bogie soll den Standort stärken und das Hallenbad zum Ziel von noch mehr Menschen machen. Kamen bislang vor allem Kinder, die toben, und Erwachsene, die ihre Bahnen ziehen wollen, soll die neue Praxis auch Patienten mit und ohne Rezept anziehen. Genau wie Schmerzpatienten und Gesundheitsbewusste, die Krankheiten vorbeugen und deshalb Präventionskurse nutzen wollen. Désirée Bogie macht viele therapeutische Angebote, die fast alle einen gemeinsamen Nenner haben: das Wasser. „Das beste Element zum Heilen“, sagt sie.

Wer ihre Kurse besucht, zahlt natürlich auch den Eintritt ins Bad. „Beide Seiten profitieren voneinander“, sagt Rolf Bahlburg. Der Ausbau sei ein klares Signal für Borken: Die Stadt will das Bad erhalten, ja sogar ab 2017 Stück für Stück weiter ausbauen und verschönern. Trotz Sanierung soll es weiter ein Familien- und Vereinsbad bleiben, kein Spaßbad werden. Ziel ist es, die Besucherzahlen zu erhöhen. Lagen die 2005 noch bei 50.000 Gästen, so waren es 2015 nur noch 36.500 zahlende Besucher. Das soll sich mit neuen Konzepten ändern.

• An jedem 1. und 3. Donnerstag im Monat ist ab sofort Damenbadetag. An diesen Tagen ist kein einziger Mann im Hallenbad: Weder als Besucher noch als Angestellter.

• Auch Kindergeburtstage kann man im Borkener Hallenbad feiern.

• Mittwochs und samstags friert garantiert niemand im Becken: Dann ist bei 32 Grad Warmbadetag.

• Ab 16. Februar gibt es Schwimmkurse für Kinder ab 5 Jahren.

Quelle: HNA

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