Felsberger Feuerwehr wird aus Kostengründen in Neubau ziehen

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St. Albansweg: Der jetzige Standort st keine Dauerlösung. 

Felsberg/Gensungen. Eine schlechte Lösung für die unter Raumnot leidende Felsberger Feuerwehr wäre es nicht gewesen, von der Gensunger Ortsmitte an den Ortsrand zu ziehen.

Doch ein Gutachten hat ergeben: Zusammen mit dem Ankauf des Grundstücks Keim samt Gebäuden und den nötigen Umbauarbeiten, würden Kosten in Höhe von 5,2 Millionen Euro entstehen. Ein Neubau auf einem anderen Grundstück dagegen läge bei etwa 4,4 Millionen Euro.

Laut Bürgermeister Volker Steinmetz hätten der Stadt Teile des Keim’schen Anwesens für den Feuerwehrstandort genügt. Doch der Eigentümer wolle nur alles komplett verkaufen, also auch mit Wohnhaus.

Der Umbau wäre also kein Schnäppchen und für die Stadt keine Alternative. Denn: Felsberg hat seit Jahren mehr Ausgaben als Einnahmen und gehört zu den so genannten haushaltskonsolidierten Kommunen. Bei denen achtet das Land ganz besonders darauf, was gefördert werden kann. Steinmetz: „Wir bekämen den Umbau nur dann gefördert, wenn damit ein deutlicher wirtschaftlicher Vorteil verbunden wäre.“ Das aber ist nicht der Fall.

Drei Dinge sind als nächstes nötig: „Der Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplan muss schnellstmöglich überarbeitet werden“, sagt Steinmetz. Der Bau- und Umweltausschuss möchte, dass dieser bis zum Sommer vorliegt.

Als zweites muss der Neubau über den Landkreis beim Land für die Förderung angemeldet werden. Er rechne mit mindestens sieben Jahren bis zur Bewilligung, sagte Steinmetz auf Nachfrage der HNA.

Und als drittes müssen für die Feuerwehr am jetzigen Standort im St. Albansweg die gravierendsten Mängel beseitigt werden, so dass eine gefahrlose Nutzung möglich wird. Dazu würde eine Absaugsanlage gehören, so dass die Abgase abgeführt werde, wenn sich die Feuerwehrleute bei bereits laufenden Motoren umziehen. Diese Abgasanlage könnte dann mit in den Neubau umziehen, meinte der Bürgermeister.

Ohne die Idee, dass die Felsberger Feuerwehr auf das Grundstück Keim zieht, hätte am St- Albansweg schon einiges gemacht werden können, meint Steinmetz. „Wir haben durch das Gutachten Zeit verloren – und Geld, das wir aus dem Sonderinvestitionsprogramm bekommen hätten.“ Das ist Ende 2011 ausgelaufen. Der Bürgermeister: „Aber es war gut, alles zu überprüfen.“ (bmn)

Quelle: HNA

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