Umbau in der Zielgeraden

Justizministerin: Neue Sicherungsverwahrung soll im August eingeweiht werden

Schwalmstadt. Hessens und Thüringens gemeinsame neue Sicherungsverwahrung wird am 5. August eröffnet. Das teilte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann mit. Damit werden die Umbauarbeiten mit mehr als einem halben Jahr Verspätung abgeschlossen sein (wir berichteten).

Zur Bauverzögerung ist es unter anderem gekommen, weil sich Schwierigkeiten bei Arbeiten wie Elektro, Haustechnik und Sanitär summiert haben. Den Umzug der Sicherungsverwahrten zurück nach Schwalmstadt wollte die Ministerin nicht genau terminieren. Eine Belegung der neuen Räume im Erweiterungsbau der Haftanstalt wäre im Herbst möglich, sagte die Ministerin beim Pressegespräch.

Bis August sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Ziel sei es, dass das aufwändige Sicherheitssystem bis Ende September stehe und zudem getestet sei. Die umfangreichen technischen Überprüfungen seien im laufenden Betrieb nicht möglich, eine Testphase sei erforderlich. „Bei der Sicherheit können wir keine Abstriche machen.“ Erst dann könne mit dem Umzug der Sicherungsverwahrten begonnen werden. Auch hierzu sei eine größere Logistik erforderlich als bei herkömmlichen Umzügen.

Seit knapp anderthalb Jahren sind 34 Schwalmstädter Sicherungsverwahrte während der Bauarbeiten im sogenannten Erweiterungsbau in Weiterstadt untergebracht. Für sie wird nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts im Schwalmstädter Gefängnis umgebaut. Zwölf Millionen Euro soll der Umbau kosten, in dem bis zu 63 Sicherungsverwahrte leben können. Ein Viertel der Kosten trägt das Land Thüringen. Geplant sind etwa 18 Quadratmeter große zweigeteilte Zimmer mit Bad.

Jeweils 30 Vollzugsbeamte aus Schwalmstadt, zudem Sozialarbeiter und Psychologen sind für den Dienst nach Weiterstadt abgeordnet. Staffelweise hatten sie sich den Dienst in Weiterstadt aufgeteilt. Für sie wird es jetzt in die Verlängerung gehen, erklärte Personalratsvorsitzender Jochen Habich. Eine weitere Abordnung wird sich finden müssen. Er hofft, dass das wie bisher auf freiwilliger Basis geschehen werde.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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